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Trauer: Soul-Legende Wilson Pickett ist tot

Der amerikanische Soul-Sänger Wilson Pickett ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Musiker wurde mit Hits wie "In the Midnight Hour" weltberühmt. Zeitlebens war er für seinen Lebenswandel berüchtigt.

Pickett wurde 1941 im US-Bundesstaat Alabama geboren. Er wuchs zusammen mit zehn Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen auf. Als Jugendlicher zog er nach Detroit zu seinem Vater. Der Soul-Sänger, der scherzhaft "Wicked Pickett" (böser Pickett) genannt wurde, sang zunächst Gospels in der Kirche. Als Jugendlicher in Detroit schloss er sich der Musikgruppe Falcons an, die 1962 mit "I Found a Love" ihren ersten Hit landete. Schon damals profilierte sich Pickett als Leadsänger. Ein Jahr später begann er seine erfolgreiche Solokarriere.

Ärger mit dem Gesetz

Zur Soul-Legende wurde Pickett in den Jahren nach 1960, nachdem er bei Atlantic Records unter Vertrag stand. Mit "In the Midnight Hour" gelang ihm der Durchbruch. Später wechselte er die Plattenfirma, in den 1970er Jahren begann sein Stern zu verblassen. Pickett geriet unter anderem wegen Drogenbesitzes und Trunkenheit am Steuer mit dem Gesetz in Konflikt. "Sehen Sie nicht die Verbitterung, die er mit sich herumträgt, den Schmerz", sagte sein Weggefährte Solomon Burke vor neun Jahren. "Es tut mir so weh, dass er diese Probleme hat. Ich weiß, dass es ihn innen schmerzt."

Mitglied der Rock'n' Roll Hall of Fame

1991 wurde Pickett gemeinsam mit The Byrds, John Lee Hooker und Tina Turner in die Rock'n' Roll Hall of Fame aufgenommen. Sein letztes Album "It's Harder Now" nahm er 1999 auf. Wegen zunehmender Herzprobleme gab der Soulsänger Auftritte in Clubs vor einem Jahr auf. Pickett hinterlässt seine Verlobte, zwei Söhne und zwei Töchter.

DPA/Reuters/AP

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