Ab 7. Mai bei Netflix
"Der Kastanienmann": Zweite Staffel der atmosphärisch-spannenden Scandi-Noir-Serie

  • von Susanne Bald
Naia Thulin (Danica Curcic) und Mark Hess (Mikkel Boe Følsgaard) ermitteln in einem neuen Fall von Serienmorden. Die Stimmung zwischen ihnen ist angespannt – was ist seit der Auflösung ihres letzten Falls zwischen ihnen vorgefallen?
Naia Thulin (Danica Curcic) und Mark Hess (Mikkel Boe Følsgaard) ermitteln in einem neuen Fall von Serienmorden. Die Stimmung zwischen ihnen ist angespannt – was ist seit der Auflösung ihres letzten Falls zwischen ihnen vorgefallen?
© Nikolaj Thaning Rentzmann/Netflix

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Fünf Jahre nach Staffel eins erschüttert eine neue Mordserie Dänemark. Der Sechsteiler basiert auf dem Roman "Der Kuckucksjunge" des "Kommissarin Lund"-Erfinders Søren Sveistrup.

Mit der Adaption des Romans "Der Kastanienmann" gelang Netflix 2021 die vielleicht beste Scandi-Noir-Serie seit den Kult-Vorbildern "Kommissarin Lund" und "Die Brücke". Dass sie vor allem an erstere erinnerte, hat einen Grund: Autor, auch des Drehbuchs, von "Der Kastanienmann" ist "Lund"-Erfinder Søren Sveistrup. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes wurde der dänische Sechsteiler zu 100 Prozent positiv bewertet, eine absolute Seltenheit.

Fünf Jahre nach Staffel eins legt Netflix nun am 7. Mai die zweite, ebenfalls sechsteilige Staffel nach, mit einem erneut düster und atmosphärisch inszenierten, packenden Fall, der geschickt Thriller und menschliches Drama verbindet. Die Geschichte basiert auf der Grundidee von Sveistrups Roman "Der Kuckucksjunge", der im dänischen Original, übersetzt, "Ich zähl eins, ich zähl zwei" heißt, wie beim Versteckspielen. Schon seit Fritz Langs Meisterwerk "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" (1931), spätestens aber seit dem Horrorklassiker "A Nightmare on Elm Street" (1984) bilden Kinder-Abzählreime ein zuverlässiges bedrohliches Grusel-Element, so auch in der zweiten Staffel von "Der Kastanienmann".

Als die als vermisst gemeldete Zara Solak (Ellaha Lack) ermordet aufgefunden wird, stellt sich heraus, dass sie schon längere Zeit gestalkt und mit Handynachrichten, die an ein harmloses Kinderspiel erinnern, bedroht worden war. Auch die zwei Jahre zuvor getötete 17-jährige Emma hatte ähnliche Nachrichten erhalten, auch mit ihr hatte der Unbekannte per Nachrichten gespielt, sie gequält und beschimpft. Der Fall wurde nie gelöst.

"Kommissarin Lund" Sofie Gråbøl als verzweifelte Mutter

Emmas verzweifelte Mutter Marie, die nie die Hoffnung aufgegeben hat, dass der Mörder ihrer Tochter gefunden und zur Verantwortung gezogen wird, drängt hartnäckig darauf, dass die Ermittler Mark Hess (Mikkel Boe Følsgaard) und Naia Thulin (Danica Curcic) nun auch Emmas Fall wieder aufnehmen. Verkörpert wird die trauernde Löwenmutter von keiner Geringeren als der großartigen "Kommissarin Lund"-Darstellerin Sofie Gråbøl.

Vor allem Thulin scheint von der neuerlichen Zusammenarbeit mit dem verschlossenen Hess wenig begeistert zu sein. Dabei hatte sich das ungleiche Duo am Ende der ersten Staffel doch zwar etwas unbeholfe, aber doch freundschaftlich – oder mehr als das? – verabschiedet. Offenbar blieben die Ermittler nach dem dramatischen Abschluss ihres Falls in Kontakt, doch irgendetwas muss zwischen ihnen vorgefallen sein. Zeit für private Probleme bleibt ihnen jedoch kaum, denn der Täter könnte jederzeit erneut zuschlagen ...

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