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Schauspieler Hellmut Lange: "Lederstrumpf" ist tot

Als Lederstrumpf bleibt er unvergesslich: Der Schauspieler Hellmut Lange ist kurz vor seinem 88. Geburtstag in Berlin gestorben.

Hellmut Lange ist tot. Laut Ehefrau Ingrid starb der deutsche Film- und Fernsehdarsteller bereits am 13. Januar nach langer Krankheit in Berlin, wenige Tage vor seinem 88. Geburtstag.

In der Nachkriegszeit sei die Schauspielerei eine "brotlose Kunst" gewesen, sagte er in einem Interview. Nur fünf Mark habe er pro Auftritt verdient. Zum ersten Mal trat er Ende der 50er Jahre im Fernsehen auf, im "Stahlnetz - Mordfall Oberhausen". Dann folgte die erste größere Rolle in "Waldhausstraße 20", im ersten abendfüllenden Film des deutschen Fernsehens. Hier spielte er einen schwedischen Pfarrer, der in seiner Kirche Juden versteckt.

Einer größeren Fangemeinde wurde der 1923 in Berlin geborene Lange durch die Titelrolle im Vierteiler "Die Lederstrumpf-Erzählungen" von 1969 bekannt. Seinen letzten großen Fernsehauftritt hatte er 1995 in der Sat.1-Produktion "Fähre in den Tod". Dort spielte er den Vorsitzenden eines Seegerichts, der über die Besatzung einer untergegangenen Fähre urteilen muss.

Schicksalsschläge blieben Lange nicht erspart. 1965 ertrank sein dreijähriger Sohn Jonas in der Würm in Bayern beim Angeln. "Das Schlimmste war, dass ich nicht dabei war", sagte Lange später. Zu der Zeit drehte er in Amerika. Zuletzt lebte Lange zurückgezogen in Berlin, wo er in den kommenden Tagen im engsten Familienkreis bestattet werden soll.

DPA / DPA
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