Rennen gewinnen, jubeln, rauf aufs Podium, Nationalhymne anhören, lachen, Champagner-Flasche nehmen, Korken knallen lassen und Kollegen vollspritzen. So oder so ähnlich vollzieht sich alle zwei Wochen die Jubelszeremonie des Siegers beim Formel-1-Rennen. In dieser Woche gibt es deshalb Diskussionen. Weil Lewis Hamilton nicht nur Nico Rosberg und Sebastian Vettel mit Schampus nass machte. Sondern auch eine chinesische Hostess.
In britischen Boulevard-Medien bekommt Hamilton seitdem reichlich Gegenwind. Sie werfen ihm Sexismus vor. Die "Daily Mail" titelte gar: "Was für ein Verlierer. Hamilton unter Druck, weil er Champagner ins Gesicht einer Hostess spritzte."
Hamilton, ein "Wiederholungstäter"
Die Zeitung führte ein weiteres Beispiel an, bei dem Hamilton die Damen auf dem Podium mit Champagner übergoss - beim Rennen in Barcelona im vergangenen Jahr. "Das Verhalten ist rücksichtlos und egoistisch", sagte Roz Hardie, eine Vertreterin der Anti-Sexismus-Organisation "Object", "es scheint, als habe er seine Position missbraucht".
Bei Twitter gibt es allerdings auch Stimmen, die Hamilton verteidigen. "Ich kann mir schlimmere Dinge bei der Arbeit vorstellen, als von Lewis Hamilton mit Champagner vollgespritzt zu werden. Beruhigt euch, Leute!" schrieb ein Nutzer, den die DailyMail zitiert. Lewis Hamilton hat sich zu dem Vorfall nicht geäußert. Er konzentriert sich auf das Duell mit Teamkollege Rosberg.