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Japan: Kronprinzessin Masako bleibt ein Sorgenkind

Der 70. Geburtstag der japanischen Kaiserin Michiko wird von der wachsenden Sorge um Kronprinzessin Masako überschattet, die seit langem unter Depressionen leidet. Seit Monaten war sie nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen.

Gram hat am Mittwoch den 70. Geburtstag der japanischen Kaiserin Michiko überschattet. Das Kaiserhaus ist in wachsender Sorge um die Gesundheit von Kronprinzessin Masako. Die 40-jährige Schwiegertochter Michikos ist in diesem Jahr kaum noch in der Öffentlichkeit zu sehen. Ihr Leiden wird offiziell als eine von Stress verursachte Krankheit bezeichnet. Kronprinz Naruhito hat angedeutet, dass Beamte des Kaiserpalastes ihren Anteil an der Erkrankung haben könnten, da sie versuchten, den Charakter seiner Frau zu ändern.

"Wenn ein Mitglied der Familie leidet, ist dies eine Quelle der Trauer für jeden in der Familie", hieß es in einer Erklärung Michikos, die an ihrem Geburtstag veröffentlicht wurde. Sie hoffe nur, dass der Stab des Kaiserpalastes weiter alles tun werde, um zur Gesundung der Kronprinzessin beizutragen.

Michiko berichtet selbst über Leidensweg

Auch Michiko selbst soll es als erste Kaiserin von nichtadligem Geblüt keineswegs einfach gehabt haben - ihre Ehe mit Kaiser Akihito wurde 1959 geschlossen. In ihrer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung nimmt sie darauf Bezug: "Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl der schweren Verantwortung, dass ich keine Schande über die kaiserliche Familie mit ihrer langen Geschichte bringen sollte, die mich, eine gewöhnliche Bürgerin, als Kronprinzessin angenommen hat."