Kokain-Affäre Bärbel Schäfer gibt ihrem Michel eine zweite Chance

Die Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer will ihrem Lebensgefährten Michel Friedman eine zweite Chance geben und um die gemeinsame Liebe kämpfen.

Die Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer will ihrem Lebensgefährten Michel Friedman eine zweite Chance geben und um die gemeinsame Liebe kämpfen.

"Wir haben uns bis an die Grenzen des Erträglichen ausgesprochen", sagte Schäfer in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview der Illustrierten "Bunte". Nach Friedmans Rücktritt von allen öffentlichen Ämtern und seinem Schuldeingeständnis nach einem Strafbefehl wegen Drogenbesitzes wolle sie um ihre Liebe kämpfen. "Für mich ist jetzt klar, dass ich Michel selbstverständlich eine zweite Chance geben werde." Friedman hatte sich öffentlich bei seiner Freundin entschuldigt.

"Wir stehen vor einer ganz, ganz schwierigen Lebenssituation"

"Für mich war es wichtig, dass er zugegeben hat, dass auch ich erst über die Öffentlichkeit erfahren habe, was alles vorgefallen ist", sagte Schäfer weiter. In den vergangenen Wochen habe es viele ausführliche und ernste Gespräche zwischen ihr und Friedman gegeben. "Ich wollte von dem Mann, den ich liebe, wissen, wie es wirklich war". Die jüngste Zeit während des Drogenverdachts gegen ihren Lebensgefährten bezeichnete Schäfer als eine intensive Herzenserfahrung. Auch der kommenden Zeit sieht die Moderatorin mit Ernsthaftigkeit entgegen: "Wir stehen vor einer ganz, ganz schwierigen Lebenssituation."

Schweigen aus Liebe?

Die Polizei war Friedman bei Ermittlungen gegen mutmaßliche Menschenhändler aus Osteuropa, die Prostituierte vermittelt haben sollen, auf die Spur gekommen. Auf die Frage, ob Friedman nicht hätte wissen müssen, dass die Prostituierten, mit denen er wohl verkehrt habe, mit Gewalt und Erniedrigung zur Prositution gezwungen würden, sagte Schäfer: "Natürlich sollten Männer wissen, dass solche Lebenssituationen für Frauen meist nicht besonders erfreulich sind." Nachträglich frage sie sich, ob sie Anzeichen für die von Friedman als Lebenskrise bezeichneten Zeit überhört habe. "Vielleicht ist es ja so, dass Michel mich so sehr geliebt hat, dass er mir Einzelheiten über seine Lebenskrise ersparen wollte", sagte Schäfer weiter.

Friedman hatte einen Strafbefehl wegen Kokainbesitzes und eine Geldstrafe von 17.400 Euro akzeptiert und seinen Rücktritt von allen öffentlichen Ämtern mitgeteilt. Neben dem Vizepräsidentenamt im Zentralrat der Juden betrifft dies auch den Vorsitz des Europäischen Jüdischen Kongresses.


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