Oliver Kahn "Ehe ist ein ständiger Kampf"


Für Oliver Kahn ist die Ehe ein "ewiger Kampf". Der verheiratete Nationaltorwart, der wegen einer Affäre in die Schlagzeilen geraten war, über die Gefahren in einer Ehe.

Für Nationaltorwart Oliver Kahn ist die Ehe ein ständiger Kampf. In einen Gespräch mit dem "Playboy" äußerte er sich zu den Gefahren, der seine Ehe ausgesetzt sind. Angesichts der langjährigen Beziehung habe man aufpassen müssen, "dass viele Dinge nicht zur Gewohnheit werden". Man müsse sich Mühe geben, "das Feuer aufrechtzuerhalten". "Gefühle werden anders", sagte Kahn, der wegen seiner Affäre mit einer 21-jährigen Münchnerin in den Schlagzeilen ist.

Darauf angesprochen, dass er zurzeit gerne Udo Jürgens’ CD "Es lebe das Laster" hört, sagte Kahn, er halte Frauen nicht für ein Laster. "Zumindest, wenn man allein ist." Und er verriet, vieles, was er tue, müsse Wettbewerbscharakter haben, "aber sich beim Sex unter Druck zu setzen, ist einfach schlecht".

"Ich möchte mal so richtig Spaß an meinem Job haben"

Sein Leben habe ihm früher oft wochenlang keinen Spaß mehr gemacht, wenn er als Torwart Fehler gemacht habe. Er habe sich dann durch "übermäßiges Training" selbst bestraft, "eine Art Selbstzerfleischung", sagte Kahn. Das will er ändern: "Ich möchte mal so richtig Spaß an meinem Job haben. Es ist nicht schön, 89 Minuten super zu halten und dann einen Ball zwischen den Beinen durchzulassen. Immer dieses Schwanken zwischen Held und Idiot, zwischen Euphorie und Depression!"

Martina Effenberg, die Noch-Ehefrau des Fußballers Stefan Effenberg, sieht den Grund für Kahns Ehe-Probleme ebenfalls im Beruflichen. Sie sagte der "Bunten": "Gibt es einen Fußballer in unserer Generation, dessen Ehe intakt ist? Ich kenne kaum einen." Sie fügte hinzu: "Der Hype um die Spieler macht sie realitätsfremd, und sie verwechseln Selbstherrlichkeit mit Selbstbewusstsein."

Alice Schwarzer:Das geht nur die Kahns was an"

" Alice Schwarzer hingegen sieht auch die Medien in der Verantwortung. "Ich finde, dass es ausschließlich die Kahns etwas angeht, ob er ein Verhältnis hat." Die Feministin meinte: "Mindestens so belastend wie das Verhältnis an sich ist zweifellos auch die Veröffentlichung in den Medien. Auf diese Art und Weise wird die Ehefrau zusätzlich gedemütigt."


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