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UB40 in der Finanzkrise: Reggae-Band ist insolvent

UB40 heißt im Englischen das Antragsformular für Arbeitslosengeld, dass die Mitglieder der weltbekannten gleichnamigen Reggae-Band jetzt ausfüllen können - denn die einstigen Superstars sind nach 33 Jahren und 50 Chart-Hits pleite.

Die britische Reggae-Band UB40 ("Red red wine", "Falling in love with you", "I got you babe") hatte in den 80er und 90er Jahren rund 50 Hits, davon sogar einige Nummer-1-Platzierungen in den britischen und amerikanischen Charts. Genug zur Seite gelegt haben die Jungs aus Birmingham in ihrer erfolgreichen Zeit allerdings nicht: Wie die britische Zeitung "Daily Mail" schreibt, hat das Amtsgericht Birmingham vier der Bandmitglieder als zahlungsunfähig erklärt. Der Grund: "Dep International", die gemeinsame Plattenfirma von Saxophonist Brian Tavers, Schlagzeuger Jimmy Brown, Trompeter Terence Oswald und Percussionist Norman Hassan, ist bankrott.

Schon seit einiger Zeit kämpft die Band mit finanziellen Problemen. Im Juli begann ein Verfahren um Lizenzgebühren gegen die Plattenfirma der Band. "Wenn nach dem heutigen Verfahren ein Konkursverfahren eingeleitet wird, wird die Band diesem energisch gegenübertreten", erklärte damals ein Sprecher der Band. Bereits 2008 hatte Sänger und Gitarrist Ali Campbell, der zu den Gründungsmitgliedern gehört, die Gruppe aufgrund des anhaltenden Streits über finanzielle Probleme verlassen. "Ich wollte wissen, wo unser Geld eigentlich hingeht", sagte er damals, anscheinend in weiser Voraussicht.

Eben noch geehrt - jetzt bankrott

Die Nachricht verbreitete sich nach dem Auftritt der Band im Hare-and-Hounds-Pub in King's Heath in Birmingham - dem Club, in dem die 33-jährige Bandkarriere 1978 begonnen hatte. Jetzt ist sie wahrscheinlich an ein Ende gelangt. Gerichtsvollzieher können nun das Privateigentum der Bandmitglieder pfänden.

tmm/Bang
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