HOME

Bachelor-Finale: Da wirkt Daniel Völz glatt harmlos: So schlimm ist der US-Bachelor

Ihr findet Bachelor Daniel Völz schleimig und manipulativ? Dann kennt ihr den amerikanischen Bachelor noch nicht. Wirklich fies geht es in der US-Variante der Show zu.

Der Bachelor

Der deutsche Bachelor Daniel Völz wird am Mittwochabend die letzte Rose vergeben - höchstwahrscheinlich ohne viel Drama. In den USA flossen Tränen

Das hat er nicht wirklich getan?! Millionen TV-Zuschauer in den USA waren diese Woche geschockt, als die dortige "Bachelor"-Wiedersehensfolge ausgestrahlt wurde. Eigentlich hatte sich Bachelor Arie im Finale für Kandidatin Becca entschieden. Doch nur sechs Wochen später trennte er sich von ihr - ausgerechnet für die zweitplatzierte Kandidatin. Das alles ohne Vorwarnung vor laufenden Kameras. Autsch! Und wir dachten, sei schleimig und perfide. Fieser geht's kaum, vor allem, weil Arie und Becca - typisch amerikanisch - bereits verlobt waren und eine Hochzeit planten.

So viel Drama werden wir beim deutschen Finale am Mittwochabend wohl kaum zu sehen bekommen. Unser German Bachelor ist im Vergleich zu seinem amerikanischen Pendant geradezu zahm. Gut: Dass er wirklich bei jeder Frau von großen Gefühlen, die von Herzen kommen, faselte und sich ungeniert durch die Kandidatinnen-Riege knutschte, war nicht gerade charmant. Aber gehört eben auch zum Bachelor-Job. Dafür war Völz so dreist und schmiss eine Frau direkt nach dem Knutschen raus - was diese mit einer legendären Ohrfeige quittierte.

In Deutschland gibt's Langweiler-Bachelors - zum Glück

Das alles ist trotzdem nichts im Vergleich mit den Herzensbrechern aus Amerika. Noch in der Wiedersehensfolge ging Arie ein zweites Mal auf die Knie und machte dieses Mal der Zweitplatzierten einen Antrag. Dafür wurde Becca, die ehemalige Gewinnerin, zur neuen Bachelorette gekürt. Und auch ansonsten geht es wild zu: Sex vor der Kamera, ein "Ich liebe dich" für mehrere Frauen oder ein Finale ohne Gewinnerin - in den ist das alles schon vorgekommen. Beim Spin-Off "Bachelor in Paradise" ging es im vergangenen Jahr sogar nicht mehr nur um emotionalen Missbrauch, sondern auch um einen sexuellen Übergriff. Da lob ich mir unsere Langweiler-Bachelors.

Denn das Schöne am "Bachelor"-Gucken ist ja nicht das Spiel mit Gefühlen, sondern das Fremdschämen. Wenn etwa Kandidatin Carina Vietnam mit Venedig verwechselt. Oder Kandidatin Svenja den Bachelor ernsthaft fragt, was denn seine Lieblingsfarbe sei. Dazwischen sieht man ungelenke Küsse und am Ende gibt's im Eltern-Wohnzimmer vor asiatischem Wand-Tattoo ein Stück Schwarzwälderkirschtorte. Mehr Emotion muss gar nicht sein.

Der Bachelor - Das Finale


sst
Themen in diesem Artikel