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Helden unserer Jugend: Kann man Genitalien größer zaubern? Und andere "Harry Potter"-Fragen

J.K. Rowling hat mit dem "Harry Potter"-Universum ohne Frage eine Fantasie-Welt aufgebaut, die so detailliert ist, wie kaum eine andere. Und doch bleibt die eine oder andere Frage offen. Und ja, einige sind nicht hundertprozentig jugendfrei.

Daniel Radcliffe als Harry Potter

Es kann doch irgendwie nicht sein, dass Harry in sieben Jahren nur ein einziges Mal duscht. Irgendwas ist da faul – im Zweifel sein Geruch.

Picture Alliance

Wir können uns wohl alle darauf einigen, dass das Harry-Potter-Universum eine der detailliertesten fiktiven Welten ist, die die Literatur so zu bieten hat. Auf jede noch so abstruse Fantheorie hat Autorin J.K. Rowling eine Antwort, gefühlt tausende Fäden ziehen sich von Anfang bis Ende durch die Geschichte und führen dazu, dass wir am Ende der Reihe das letzte Buch zuklappten und erstmal eine Weile mit offenem Mund in die Gegend starren mussten, um zu verarbeiten, wie logisch auf einmal alles war.

Und trotzdem gibt es einige Fragen, die die Bücher nie aufwerfen, die aber, je länger wir darüber nachdenken, dringend einer Antwort bedürfen! Einige haben wir euch hier mal aufgelistet. Wer eine Antwort hat, kann diese gerne per Mail an die Redaktion schicken. Dankeee!

1. Gehen die eigentlich nie aufs Klo?

Dass es in Hogwarts genug Toiletten gibt, wissen wir. Da kann man alles mögliche machen: Verbotene Zaubertränke brauen, sich mit riesengroßen Trollen prügeln, sich mit beleidigten Geistern unterhalten … Nur eines macht da ganz offensichtlich niemand: auf's Klo gehen! Oder erinnert ihr euch an eine Szene, in der Ron gesagt hat: "Ja, geht ruhig schon vor zum Essen, ich muss nochmal eben wohin." Nein. Harry muss nie vor Quidditch-Spielen nochmal kurz austreten. Hermine geht zwar zum Heulen auf die Toilette, aber ansonsten scheint sie keinen Nutzen für die Sanitäranlagen des Schlosses zu haben.

Auch alltägliche Bauch-Wehwehchen bleiben in der Zaubererwelt völlig aus – und das, obwohl Butterbier eigentlich nach einem Garant für Darmbeschwerden klingt. Übrigens badet Harry auch in seiner gesamten Schulzeit genau ein einziges Mal. Just saying.

2. Wie haben Riesen und Menschen Sex?

Gut, diese Frage haben wir uns vielleicht erst beim zweiten oder dritten "Harry Potter"-Marathon gestellt, was sie aber nicht weniger essenziell macht – immerhin ist durch genau so eine Verbindung Hagrid entstanden.

Dürfen wir Hermine Glauben schenken (was wir für gewöhnlich tun), war Hagrids Mutter Fridwulfa etwa sechs Meter groß – die laut unseres Lieblingsbrains durchschnittliche Größe für Riesen. Doch sein Vater war ein Mensch – und ein eher unterdurchschnittlich großer noch dazu. Wie also kam es zum unweigerlich nötigen Geschlechtsverkehr, durch den Hagrid entstand? Und bevor jetzt jemand "ACCIO SPERMA" brüllt: Wir wollen einfach mal davon ausgehen, dass die zwei tatsächlich Sex miteinander hatten und keinen Boris-Becker-Besenkammer-Stunt durchgezogen haben.

3. Funktioniert Engorgio auch bei Genitalien?

Eine mögliche Antwort auf die letzte Frage wirft aber direkt wieder eine neue auf: Funktioniert Engorgio – der Vergrößerungszauber – eigentlich bei allem? Und wenn ja, hätte sich Mr. Hagrid dann einfach einen riesigen Schwengel zaubern können, um seine Fridwulfa zu beglücken? Und machen das alle Zauberer? Und woher weiß man dann, wie groß zu groß ist? Und machen die das dann nur vor dem Sex oder auch in der Umkleidekabine und beim Pinkeln? (Sofern sie denn Pinkeln gehen. Siehe oben.)

4. Müssen alle Zaubersprüche mit britischem Akzent ausgesprochen werden?

Wie wir aus dem "LeviOsa, nicht Leviosaaa"-Debakel gelernt haben, ist es wahnsinnig wichtig, dass Zaubersprüche genau richtig ausgesprochen werden. Nun sind die ja aber nicht Teil der englischen Sprache, was zu dem Schluss führt, dass auch Schüler der anderen Zauberer-Schulen wie Durmstrang die gleichen Zaubersprüche lernen. Aber wie zur Hölle will ein Viktor Krum, dessen Zunge nicht einmal das (zugegeben komplizierte) HER-MI-NE rausbekommt, das alles mit genau dem gleichen vornehmen britischen Akzent aussprechen wie Miss Granger? Da läuft doch irgendwas nicht richtig.

5. Der geheime Nutzen des Raums der Wünsche

Man stelle sich vor, man ist Teenager, hormongeladen, die Gefühle spielen verrückt und man geht auf's Internat. Alle Schüler schlafen in Gruppenschlafsälen, aber in dem Schloss gibt es einen Raum, der sich auf Wunsch spontan in genau das verwandelt, was man sich gerade wünscht. J.K. Rowling mag uns ja weismachen wollen, dass der Raum nur für so noble Zwecke wie die Trainingsstunden von "Dumbledore's Armee" genutzt wird, aber wenn wir mal realistisch sind, ist das doch der Sex-Raum der älteren Schüler. Also bitte. Das liegt auf der Hand.

Übrigens: Dumbledore erwähnt einmal, dass er sich zum Beispiel in eine Toilette verwandeln würde, wenn man mal besonders dringend muss. Also scheint Harndrang auch Zauberern ein Begriff zu sein. WIESO erleichtern sie sich dann nie?!

Magischer Leckerbissen: Dieses Hogwarts-Schloss aus Lebkuchen erfüllt jeden Traum eines "Harry Potter"-Fans
jgs