HOME

"Abstieg in die Unterwelt": Optische Täuschung: Museumsbesucher fällt in Kunstwerk im Boden

Übersehen kann man das tiefschwarze runde Loch wohl kaum, doch die optische Täuschung des Kunstwerks von Anish Kapoor ist einem Museumsbesucher zum Verhängnis geworden.

Ein Schwarzes Loch, unermesslich tief wirkt es. In der Mitte eines Beton-Würfels gähnt es dem Museumsbesucher entgegen. Das Loch hat einen Namen: "Descent into limbo" und ist ein Kunstwerk des britischen Künstlers Anish Kapoor aus dem Jahr 1992. Seit Juli diesen Jahres ist es Teil einer Ausstellung im Serralves Museum in Porto.

Anish Kapoors Kunstwerk "Descent into limbo"

Anish Kapoors Kunstwerk "Descent into limbo"

AFP

"Abstieg in die Unterwelt"

Der Titel "Descent into limbo" bedeutet "Abstieg in die Unterwelt". Ein Besucher der Ausstellung nahm das offenbar versehentlich zu wörtlich: Der Italiener stürzte in das Werk des Bildhauers und musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Sprecher des Museums erklärte dem Magazin "Dezeen", dass der Patient die Klinik bereits wieder verlassen hatte und sich erhole.

Immerhin hatte er Glück im Unglück: Das Loch im Boden, oder wie Kapoor es nennt "der Raum voll Dunkelheit" wirkt nur dank einer optischen Täuschung unendlich tief. In Wahrheit sind es 2,50 Metern bis zum Aufprall am Boden.

Kapoor ist unter anderem bekannt für seine Skulptur "Cloud Gate" im Millennium Park in Chicago, die von allen eigentlich nur "The Bean" genannt wird und eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt ist.

Kapoors Kunstwerk "Cloud Gate" in Chicago

Kapoors Kunstwerk "Cloud Gate" in Chicago

Vans mit Vincent Van Gogh Motiv
she
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?