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Legendäre Fußball-Hits: Börti Vogts, Will Grigg, Village People: Diese WM-Songs steigern eure Vorfreude garantiert!

Keine Fußball-WM ohne den passenden Soundtrack: Jedes große Turnier hat nicht nur seine eigenen Gesetze, sondern auch seine eigenen Hits. Nicht immer handelt es sich dabei um die offiziellen Hymnen.

Die besten WM-Hits

Zu den besten WM-Hits kann im Zweifel die ganze Fanmeile mitgrölen

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Die Geschichte der größten WM-Songs ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Manche Melodien waren ursprünglich gar nicht dafür gemacht, dass sie aus den Kehlen von Zehntausenden auf der Fanmeile gegrölt werden. Andere Hymnen waren als Instant-Klassiker angelegt, aber am Ende hat sich kein Schwein für sie interessiert. Aus dieser kruden Mischung generiert sich die Playlist, die wir für euch zusammengestellt haben.

Sie besteht aus offiziell von der Fifa gekürten Turnier-Soundtracks, selbstgebastelten Songs von prominenten Fans für unprominente Fans oder auch von der DFB-Elf höchstpersönlich eingesungenen Ohrwürmern. Eine fatale Mischung? Ganz sicher. Aber auch eine, die Lust auf die nächsten vier Wochen macht. Und die spannende Frage aufwirft, wer in diesem Sommer wohl den großen Fußball-Hit landen wird. 

Die NEON-Playlist zur Fußball-WM

Udo Jürgens: "Buenos Dias Argentina" (1978)

"Buenos dias, Argentina! Er war lang, mein Weg zu Dir! Doch nun schwenk' ich den Sombrero. Buenos dias, ich bin hier!" Diese harmlosen Zeilen sang der große Barde damals mit den deutschen Kickern. Heute klingt der ganze Song wie Hohn, war er doch ein viel zu freundlicher Gruß an das damalige Argentinien der Militärjunta – das trotzdem die WM ausrichten durfte. Schon damals waren die Wege der Fifa unergründlich.

New Order: "World in Motion"

Dieser Song wird in England regelmäßig zum besten WM-Song gewählt. 1990 schickten New Order die Mannschaft um Gary Lineker und Paul Gascoigne zum Turnier nach Italien - und tatsächlich schien sich die gute Musik auch auf die Leistungen auf dem Platz auszuwirken: Die "Three Lions" verloren bei ihrer wahrscheinlich besten WM nach 1966 erst im Halbfinale. Im Elfmeterschießen. Gegen Deutschland natürlich.

Gianna Nannini & Edoardo Bennato: "Un' estata Italiana" (1990)

Noch heute dürfte Matthäus, Klinsmann oder Völler das Pipi in den Augen stehen, sobald das schmierige Gitarrenintro dieses Songs ertönt. Rockröhre™ Gianna Nannini besang den "italienischen Sommer" und damit konnten sich die damaligen Legionäre der Serie A auf ihrem Weg zum WM-Titel in Rom natürlich prächtig identifizieren.

Stefan Raab: "Böörti Böörti Vogts" (1994)

Gefühlt ist das 100 Jahre her: Der frühe Stefan Raab, damals noch bei Viva, damals noch lustig, gab während der WM in den USA den Guerilla-Reporter – und dichtete nebenbei auf der Ukulele diese Ode an den damaligen Bundestrainer. Pures Gaga-Gold.

Village People: "Far Away In America" (1994)

Die Witze über diesen Song boten sich damals einfach an. Zum Beispiel der, dass sich einige Nationalspieler gefragt haben sollen, ob es sich nicht eigentlich "Far Away NACH America" heißen müsste. So rein grammatikalisch. Trotzdem: allein wegen dieses Vokuhila-Videos ein zeitloser Klassiker. Mehr 90er-Flair geht schwer.

Lightning Seeds: "Three Lions" (1996)

Vielleicht der größte Fußballsong überhaupt, mal abgesehen von "You'll Never Walk Alone". Oder wie die geschätzte Kollegin Luisa Schwebel treffend bemerkt: "Die Briten können's halt einfach! Dafür gewinnen sie nie." Von "Three Lions" bzw. "Football's Coming Home" gibt es auch noch eine lohnenswerte '98er-Version mit einem Video, in dem das EM-Halbfinale England gegen Deutschland von 1996 detailgetreu nachempfunden wird.

Dario G: "Carnaval de Paris" (1998)

Manchmal landet sogar die Fifa einen Treffer: Die komplett instrumentale Hymne zum Turnier in Frankreich ist der Kategorie "Nicht totzukriegender Ohrwurm" zuzurechnen. Überlebt bis heute in Biergärten und auf Fanmeilen dank der nachträglich gedichteten Zeilen: "Allee, Allee, Allee, Allee, Allee / Eine Straße, viele Bäume, ja, das ist eine Allee".

Sportfreunde Stiller: "'54, '74, '90, 2006" (2006)

Von vorne bis hinten ein fürchterlich einfältiges Lied. Und eine ewige Erinnerung an diesen Sommer, in dem sich Deutschland so richtig schwarz-rot-geil fand. Was sich im Rückblick ein bisschen so anfühlt wie Opa, der sich das Hawaii-Hemd überzieht – und ein paar Knöpfe zu weit aufmacht. Damals war's trotzdem schön, irgendwie.

Oliver Pocher: "Schwarz und weiß" (2006)

Im mythischen Sommer 2006 versuchten sie alle, ein Stück vom WM-Kuchen abzubekommen. Und einem Typen wie Pocher ist natürlich zuzutrauen, dass er diesen Song nur für ein paar Gratis-Tickets mit der heißen Nadel gestrickt. Wie dem auch sei: Es hat sich gelohnt, denn der dumpfe Stampfer für die "Schland"-Generation wurde vom DFB dankbar zur offiziellen Torhymne bei Länderspielen auserkoren.

Shakira: "Waka Waka" (2010)

Manchmal nehmen sich tatsächlich veritable Weltstars der offiziellen Fifa-Hymne an. Und zumindest hat sich Shakira an ein paar essenzielle Zutaten gehalten: Ihr "Waka Waka" für Südafrika versprüht die nötige Prise Multikulti, nervt ein bisschen, lässt sich mit seinem teilweisen Kauderwelsch aber auch besoffen noch mitlallen.

"Will Grigg's On Fire" (2016)

Ein Song als Beleg für die Macht der Fans: Im EM-Sommer vor zwei Jahren war kein Vorbeikommen an der Hymne auf den nordirischen Ersatzstürmer. Wie das sein konnte? Ganz einfach: Jedes große Turnier hat eben nicht nur seine eigenen Gesetze, sondern auch seine eigenen Hits.

Nicky Jam feat. Will Smith & Era Istrefi: "Live It Up" (2018)

Nur der Vollständigkeit halber: Das ist der offizielle Song zur WM in Russland. Ob er sich aber tatsächlich in diese Playlist einfügen wird, bleibt abzuwarten. Erste Prognose nach ein paar Durchläufen: auf gar keinen Fall!

tim
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