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Sieht so die Zukunft aus?: Nike bringt einen Schuh auf den Markt, den man per App schnüren kann. What?!

Die ganz versierten Sneaker-Fans dürfte diese Nachricht nicht so sehr überraschen wie uns Normalsterbliche: Nike bringt mit dem "Adapt BB" einen Schuh auf den Markt, der sich selbst schnürt und den man mit einer App benutzt. Ist das die Zukunft, von der alle sprechen?

Schuhe, die man mit einer App verknüpfen kann? Nike stellt den Adapt BB vor.

Schuhe, die man mit einer App verknüpfen kann? Nike stellt den Adapt BB vor.

In der stylischen Welt der Sneaker ist doch nicht alles retro: Nike will im Februar Schuhe auf den Markt bringen, die sich von selbst schnüren. Das ist nicht ganz neu, aber der "Nike Adapt BB" lässt sich dabei auch noch über Bluetooth mit einer App koppeln.

Und wir haben da ein paar Fragen:

Wie funktioniert das?

Da lernt man als Kind in unendlichen Strapazen und mit unerträglichen Reimen, sich die Schuhe selbst zu binden, und dann will der Schuh das selbst übernehmen. Und wie? "Ein kleiner Motor in der Mittelsohle zieht die Schnürsenkel an", erklärt die Firma Nike auf ihrer Website. Die Schnür-Technologie nennt sich: E.A.R.L. Das steht für "Electro Adaptive Reactive Lacing" und soll gewährleisten, dass sich der Schuh exakt der Fußform anpasst. Ganz neu ist E.A.R.L. nicht. Nike hat 2014 das Patent für die Technologie eingereicht und bereits den HyperAdapt 1.0 auf dem Markt. Neu ist nun, dass die Schuhe mit der Nike Adapt App verknüpft werden können. Damit kann man laut Nike die persönliche Passform optimieren, den Akkustand überprüfen – "und vieles mehr". 

Findet ihr das schön?

Die ersten Reaktionen auf den Nike Adapt BB werden weniger von der Frage dominiert, welche ästhetische Glanzleistung der Adapt BB vollbringt. Wenigstens kann man die Buttons am Schuh mithilfe der App farblich variieren. Nun ja.

Vielmehr geht es allerdings um die Schnür-Technologie: "In 2050 werde ich meinen Enkelkindern erzählen, wie ich immer ihre Schuhe gebunden habe, als ich aufgewachsen bin", kommentiert ein Mann auf Youtube. "Bin ich der Einzige, der weiß, wie man sich die Schuhe bindet?", spottet ein anderer. 

Doch man muss ihn vielleicht auch gar nicht schön finden, denn: Der Schuh ist laut Nike für Basketballer gedacht.

Was uns zur nächsten Frage führt:

Was soll das bringen? Und wem? Und warum?

Die Adapt-Serie wirbt damit, eine personalisierte und präzise Passform zu gewährleisten. Offenbar ist es nicht möglich, einen Schuh "manuell" so passgenau zu binden, dass ich zum Beispiel bei der morgendlichen Laufrunde die beste Leistung aus meinen Füßen herausholen kann. Womöglich lohnt sich das Schnürsystem deswegen für Sportler (also, für diejenigen, die es wirklich ernst meinen). Aber die lassen sich den Future-Sneaker auch einiges kosten: 349 US-Dollar muss man dafür hinlegen. Das ist allerdings deutlich billiger als der HyperAdapt.

Bisher kann man den Adapt BB nur vorbestellen, aber ab 17. Februar wird es dann ernst und der Schuh kommt auf den Markt.

Oh, und die wichtigste Frage: Akku leer, Schuh bleibt an?

Nein. Die Schuhe lassen sich laut Nike auch dann öffnen, wenn der Akku mal leer ist. Tight!

Quellen: nike.com, Instagram/verge

Der frühere Football-Quarterback Colin Kaepernick, der vor gut zwei Jahren die Nationalhymnen-Proteste im US-Sport ausgelöst hatte, ist Teil der neuesten «Just Do It»-Werbekampagne des amerikanischen Sportartikelherstellers Nike.
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?