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NEON-Ratgeber: Wann du deine Miete mindern kannst und wie du am besten vorgehst

Die Welt ist kompliziert. NEON hilft dir, deinen Alltag in den Griff zu bekommen. Heute: ein kleiner Leitfaden, mit dem du deine Mietkosten verringern kannst. 

Von Christoph Koch

Ein Mädchen mit Laptop

Es gibt viele Fälle, in denen Mieter ein recht auf Mietminderung haben. 

Brrrr, meine Heizung fällt ständig aus - was jetzt?

Wenn du die Wohnung nicht so benutzen kannst, wie man es erwarten würde, liegt ein Mangel vor, und du kannst in der Regel die Miete mindern. Dabei darf es sich um keine Bagatelle handeln (Herbstlaub im Hausflur), und du darfst nicht schuld an dem Mangel sein. Wichtig: Ob der Vermieter schuld daran ist, spielt keine Rolle.

Wie gehe ich dann vor?

Zuerst musst du den Mangel schriftlich, am besten nachweisbar per Einschreiben, dem Vermieter anzeigen (Muster gibt es online) und klar benennen. Also beispielsweise bei Schimmelbefall die betroffenen Zimmer und ungefähre Lage und Größe beschreiben. Fotos oder Protokolle (bei Lärm zum Beispiel) können als Beweise helfen. Um wie viel du die Miete mindern willst, musst du in diesem Schreiben noch nicht mitteilen. Wichtig ist, dass der Vermieter die Gelegenheit bekommt, den Mangel zu beheben. Klar: Bei dringenden Fällen wie einem Wasserrohrbruch schreibst du keinen Brief, sondern rufst sofort an.

Miete mindern - aber besser nicht zu stark reduzieren

Wie viel weniger zahle ich?

Hier gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, sondern nur unzählige Urteile, aus denen sich Standards ergeben haben, etwa: 80 Prozent Minderung bei Rattenbefall, bis zu 70 Prozent bei Ausfall der Heizung im Winter, drei bis 15 Prozent für Fahrstuhlausfall (je nach Etage). Die prozentuale Minderung bezieht sich auf die Bruttowarmmiete (also auch auf die Nebenkosten). Die Miete darf nur anteilig gemindert werden. Wenn die Heizung also zwei Tage ausfällt, darfst du nicht die Miete für den gesamten Monat reduzieren.

Dann runde ich aber auf …

Besser nicht. Wenn sich später herausstellt, dass du die Miete zu stark reduziert hast, kann das sogar ein Kündigungsgrund sein. Zeig besser den Mangel an, verlange eine Mietminderung und zahl die Miete weiter voll, aber unter Vorbehalt. Dann riskierst du keine Kündigung und bekommst im Erfolgsfall Geld zurück.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.