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Oooohhh!: Eine ganz besondere Freundschaft: Hündin Rosie hat ihren eigenen Blindenhund

Die Hündin Rosie aus England wurde mit nur einem Auge geboren. Nach einem blockierten Tränenkanal musste ihr auch das entfernt werden. Die Tierärzte rieten ihrer Besitzerin, das Tier einzuschläfern. Doch die brachte das nicht übers Herz - und fand eine ganz wundervolle Lösung.

Die zwei Hunde aus England Rosie und Diesel

Es ist eine ziemlich außergewöhnliche Geschichte: Die Hündin Rosie (r.) aus England hat mit Diesel ihren eigenen Blindenhund.

In Baldock nördlich von London spielt sich derzeit die wohl niedlichste Hundegeschichte seit Susi und Strolch ab. Die Freundschaft zwischen den beiden Hunden Rosie und Diesel erwärmt dort seit geraumer Zeit die Herzen der Bewohner und hat, seit die Nachrichtenagentur Caters Media die Geschichte aufgegriffen hat, auch über die Grenzen der Ortschaft hinaus bekannt. 

Die 26-jährige Engländerin Jadie Cooley nahm die Tiere vor einigen Jahren bei sich und ihrer Mutter auf. Allerdings war eine Sache damals noch anders: Die heute neunjährige Hundedame Rosie konnte sehen, wenn auch nur mit einem Auge. Vor drei Jahren musste das jedoch wegen eines dauerhaft blockierten Tränenkanals entfernt werden.

Seitdem hat sie keine Augen und ist somit völlig orientierungslos – wenn es da nicht Diesel geben würde: "Es war so ein Schock, sie mit keinen Augen zu sehen", sagt Cooley. "Ich war so traurig. Doch nach einem Tag war die Welt fast wieder in Ordnung. Sie folgte einfach Diesel. Er ist quasi ihr Auge."

Dank Diesel ist Rosie ein ganz normaler Hund

Das Erstaunliche: Der Eurasier Diesel ist zu einer Art Blindenhund für Rosie geworden. Zwar führe Diesel sie manchmal in die Irre und bringe sie an Orte, an denen sie eigentlich nicht hingehen sollte. "Dennoch sind sie ein so süßes Paar", sagt Cooley. "Sie sind so großartig zusammen. Sie standen sich zuvor schon nahe. Doch das hat die beiden noch enger zusammengeschweißt."

Mit der Hilfe von Diesel tobt Rosie weiterhin auch völlig angstfrei im und um Haus herum. Cooley hat ihr zudem eine provisorische Stiege im Garten gebaut. Mit deren Hilfe kann sie ohne Probleme die Treppen hoch und runter laufen kann. Rosie macht das, was andere Hunde, die sehen können, auch machen. Das war vor drei Jahren noch undenkbar. 

Tierärzte rieten dazu, Rosie einzuschläfern

Die Tierärzte hatten Cooley damals nämlich von einer Operation abgeraten. "Sie haben mir gesagt, dass es vielleicht das Beste wäre, sie einfach einzuschläfern", sagte die 26-Jährige der Nachrichtenagentur. "Mittlerweile bedauern sie das allerdings, weil sie gesehen haben, wie gut es Rosie geht." Rosie sei ein gutes Beispiel dafür, wie gut Hunde mit dem Verlust ihrer Sehkraft zurechtkommen können. Das ist die kleine Hündin in der Tat.

rpw
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