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Mehr Spaß im Bett: Guter Sex – was ist das eigentlich genau? Und worauf kommt es dabei WIRKLICH an?

Was ist guter Sex? Vor allem eine Geschmacksfrage, die jeder für sich individuell beantworten muss. Aber am Ende wollen wir uns doch im besten Fall auch mit dem Partner gut ergänzen – und dafür gibt es durchaus ein paar brauchbare Tipps.

Guter Sex

Guter Sex: Kommt es auf die Größe an? Und wenn nicht, worauf dann?

Was ist für euch guter Sex? Moment, das müssen wir anders formulieren: Was ist für DICH guter Sex? Denn was für die eine gilt, macht den anderen womöglich so gar nicht an. Es lohnt sich in dieser Frage also nicht, aus der Wir-Perspektive zu sprechen. Auch wenn es uns am Ende am besten doch gemeinsam Spaß macht.

Doch dafür muss zunächst jeder von uns eine ganz wichtige Voraussetzung erfüllen: Nichts, wirklich NICHTS ist beim Sex von größerer Bedeutung als ein gesundes Selbstvertrauen in die eigenen Bedürfnisse. Gerade Frauen profitieren in doppelter Hinsicht von einem gesunden Egoismus: weil sie besser auf ihre Kosten kommen, wenn sie wissen, was sie wollen – und "weil ein Mann nichts aufregender findet als eine Frau, die beim Sex zuerst an sich denkt" (Felicitas Heyne, Psychologin und Autorin des Buchs "Fremdenverkehr").

Guter Sex: Lachen, lernen, locker bleiben

Guter Sex ist deshalb auch Übung: Was nicht heißen soll, dass Häufigkeit oder bestimmte Techniken den Unterschied ausmachen. Vielmehr kommt es auf unser Körpergefühl an, denn wer sich selber fühlen kann, ist eher in der Lage, bedingungsloser zu genießen. Die Perfektion dieser Fähigkeit kann besonders bei den angespannteren Zeitgenossen durchaus eine Frage der Erfahrung sein: je mehr, desto unbeschwerter.

Apropos unbeschwert: Lachen im Bett ist ausdrücklich erlaubt, so wie es überhaupt unabdingbar ist, die Sache locker anzugehen. Wer verkrampft, hat schon verloren. Also macht euch bewusst, dass Pleiten, Pech und Pannen im Schlafzimmer manchmal dazugehören, und lernt, diese mit Humor zu nehmen. Dazu gehört natürlich auch, miteinander zu sprechen, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und eventuelle Probleme bloß nicht totzuschweigen, sondern den Mut aufbringen, sie gemeinsam zu bewältigen. Zur Not könnt ihr euch auch ein paar Folgen des Netflix-Hits "Sex Education" gönnen, dann seht ihr das ganze Sex-Ding im Zweifel sowieso nicht mehr so verkrampft.

Inspiration für den sexuellen Horizont

Sexuelles Verlangen ist sehr persönlichkeitsbezogen, weshalb es an dieser Stelle natürlich keine allgemeinen Tipps in Sachen Technik oder Praktiken geben kann – definitiv für alle gilt aber, seine Fantasien zuzulassen und sie mit dem Partner zu teilen. Und all jene, die sich noch gar nicht im Klaren darüber sind, worauf sie vielleicht stehen, können sich von erotischem Spielzeug, Literatur und Filmen inspirieren lassen und auf diese Weise ihren sexuellen Horizont in orgastische Dimensionen zu erweitern.

Ruth Westheimer im Interview
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