Larry Clark wurde 1943 in Tulsa, Oklahoma als Sohn einer herumziehenden Fotografin geboren. In den 60er Jahren studierte er Fotografie, später ging er als Soldat nach Vietnam. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Fotograf und beschäftigte sich vor allem mit seiner Generation. Ein Thema, das ihn auch als Filmemacher begleiten sollte. In dem Bildband „Tulsa“ (1971) dokumentierte er die Drogenszene seiner Heimatstadt. Dabei flossen seine eigenen Erfahrungen mit ein: Mit 16 Jahren hatten er und seine Freunde sich erstmals Amphetamine gespritzt. Später wurde daraus Heroin.
Larry Clark wurde in der Fotografie-Welt schnell berühmt
Die raue Darstellung der drogensüchtigen Jugend sorgte damals für Wirbel und machte Clark in der Fotografie-Welt schnell bekannt. Es dauerte bis 1983, ehe Clark seine nächste Arbeit veröffentlichte. In der Zwischenzeit war er heroinabhängig geworden und hatte eine Gefängnisstrafe abgesessen. In „Teenage Lust“ wechselte er das Thema und befasste sich mit der Sexualität junger Menschen. Clark kombinierte darin Selbstporträts und Bilder seine Jugend in Tulsa mit Fotos junger männlicher Prostituierten, die er Anfang der 80er Jahre am Times Square in New York kennengelernt hatte.