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sexbewusst-header-img #SEXBEWUSST Die neue NEON-Serie für junge Frauen und alle, die sich sonst noch dafür interessieren

NEON-Reihe #sexbewusst: Darauf kommt es bei einer guten Berührung an

Über Berührungen können wir anders kommunizieren als über die Sprache. Der Tastsinn entwickelt sich noch vor unseren anderen Sinnen. Aber was macht eine Berührung zu einer, die sich wirklich gut anfühlt? Diese fünf Dinge gehören dazu.

NEON-Reihe #sexbewusst: Darauf kommt es bei einer guten Berührung an
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NEON-Reihe #sexbewusst
Orgasmus ohne Berührung - geht das?

Wusstest du, dass es 41 erogene Zonen gibt? Und dass Frauen und Männer gleich viele haben? Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan: Sie entwickelt sich aus den gleichen embryonalen Zellen, wie unser Gehirn. Bereits mit acht Wochen kann ein Embryo Berührungen wahrnehmen. Auch als Erwachsene "begreifen" wir die Welt und andere tiefer, wenn wir sie berühren. Aber worauf kommt es bei einer guten Berührung an?

Tipp 1: Entspannte Körper empfinden mehr

Sind wir gestresst und angespannt, empfinden wir weniger. Die Sexualtherapeutin und Autorin des Buches „Sex und Achtsamkeit“  Susanna-Sitari Rescio rät in diesen Fällen:

„Anspannung ist selten bewusst – sie kann nicht auf Befehl gelöst werden. Mein Tipp: Haltende Berührungen mit etwas stärkerem Druck. Zarte Berührungen wirken bei Anspannung oft wie ein Kitzeln und damit unangenehm.“

Tipp 2: Die Haut hat ihr eigenes Kuschelnetzwerk

Berührung  kann beruhigen und sogar Schmerzen lindern. Wusstest du, dass es die perfekte Streichelberührung gibt? Das ist die Formel dafür: Geschwindigkeit von einem bis zehn Zentimer pro Sekunde bei einer Temperatur von 32 Grad.

Probiere es doch gleich mal aus: 32 Grad hast du schon – das ist in etwa die Temperatur der Haut. Streiche in einer Sekunde über 10 Zentimeter deines Arms. Und nun noch langsamer: Berühre einen  Zentimeter deiner Haut pro Sekunde. Bei solchen Berührungen passiert etwas Besonderes in deinem Körper. Die sogenannten CT-Nervenfasern  auf der Haut reagieren darauf. Sie lassen uns unterbewusst angenehme Gefühle empfinden, so die These schwedischer Forscher. 

Wir haben viele unterschiedliche Nervenfasern auf der Haut. Über die A-Fasern an den Händen fühlen wir anders als über die CT-Fasern an unseren behaarten Körperteilen wie Armen und Beinen. (Quelle: Oxytocin – das Hormon der Nähe)

Tipp 3: Mit den Händen hören

"Berührung fühlt sich dann gut an, wenn sie zugewandt ist und nicht wie zufällig wirkt oder mechanisch", sagt Therapeutin Susanna-Sitari Rescio. Die Absicht, mit der wir berühren, verändert, wie sich eine Berührung anfühlt. Gutes Berühren ähnelt gutem Zuhören.

Stelle dir also vor deine Hände lauschen in den Körper des anderen hinein. Wenn du erfragst, welche Berührung dem anderen gefällt, kann das leichter fallen. Du kannst sie dir natürlich auch zeigen lassen.

Tipp 4: Das sind beliebtesten Stellen

Der ganze Körper kann eine erogene Zone sein – und er lässt sich in 41 Bereiche unterteilen. Forscher haben die erogenen Zonen abgefragt und gewichtet,

Und diese Zonen haben – neben Vagina und Klitoris – fast alle Frauen: Mund, Nacken, die Brüste und die Brustwarzen, Oberschenkelinnenseiten, Hals, Ohren, der untere Rücken, der Übergang zum Schamhaar, Po

Bei Männern gehörten diese Zonen auch zu den beliebtesten – neben Penis, Damm und Hoden. Und wenn es nun ans Eingemachte geht?

Tipp 5: Eine intime Berührung, die viele Frauen mögen 

Etwa 800 von 1000 Frauen mögen einer Umfrage des Kinsey Instituts in Zusammenarbeit mit der Plattform "Omgyes" zufolge diese Berührung im Intimbereich:

Kreisende Bewegungen um die Klitorisspitze, ohne sie direkt zu berühren.

Logisch: Guter Sex besteht nicht unbedingt aus der Presslufthammermethode vieler Pornos. Die empfindsamsten Stellen liegen bei den meisten Frauen an der Vulva und um die Klitoris, und am Eingang sowie im vorderen Drittel der Vagina.

NEON-Reihe #sexbewusst: Blick auf Vulva und Vagina: Warum es sich lohnt, die Lustzonen im Becken zu kennen

Neuer Podcast: Achtsame Berührung - so geht's

Wie geht das eigentlich: gutes Berühren? In unserem neuen Podcast der #sexbewusst-Reihe könnt ihr das selbst ausprobieren. Sexualberaterin Susanna-Sitari Rescio lädt euch ein, verschiedene Qualitäten von Berührung an euch selbst auszuprobieren.

Welche Berührungen sind angenehm? Welche Körperbereiche lösen welche Empfindungen aus? Wie zart kann eine Berührung sein? In dieser 20-minütigen Übung könnt ihr euch auf die Suche begeben. Viel Spaß dabei!

Alle Podcasts der NEON-Reihe #sexbewusst mit Übungen und Meditationen findet ihr hier.