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Neuseeland: Alleinerziehend, Witwer, Geldprobleme - die traurige Geschichte hinter diesem Bild

Für Gareth und Bec Arena aus Neuseeland lief eigentlich alles perfekt. Sie waren glücklich verheiratet und sollten endlich Eltern werden. Doch eine unheilbare Stoffwechselkrankheit änderte alles.

Gareth Arena aus Neuseeland hält seinen neugeborenen Sohn zum ersten Mal in den Armen.

Gareth Arena aus Neuseeland hält zum ersten Mal seinen neugeborenen Sohn in seinen Armen. Für ihn ist dies ein schöner und trauriger Moment zugleich.  

Das erste Mal sein eigenes Kind in den Armen zu halten – für viele Väter ist es einer der glücklichsten Momente im Leben. Das war es für den Neuseeländer Gareth Arena wohl auch. Zugleich war es vermutlich einer der traurigsten. Denn die Person, mit der er diesen Moment teilen wollte, ist nicht mehr da – seine Frau Bec.

Dabei schien die Welt vor einigen Monaten noch in Ordnung zu sein. Zwar machte der 30-Jährigen ihre unheilbare Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose zu schaffen, weswegen sie auch nicht schwanger werden konnte. Dennoch verkündeten Gareth und Bec Ende Juli bei Facebook die freudige Kunde, dass sie nun doch ein Kind bekommen würden: "Es ist kein Geheimnis, dass meine Krankheit unseren Traum von einem Kind Schwierigkeiten bereitet hat", schrieb sie. "Nun werden wir in sechs Monaten doch Eltern."

Beste Freundin wird zur Leihmutter

Zu verdanken hatten die beiden das ihrer besten Freundin Jessica Brock. Sie hatte Bec und Gareth angeboten, deren Kind als Leihmutter auszutragen. Seit der Grundschule waren Jes und sie bereits beste Freunde. Nun verbinde sie mehr als das, schrieb Arena: "Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass du irgendwann mal meine Leihmutter wirst. Gareth und ich finden keine passenden Worte, um unsere Dankbarkeit dafür auszudrücken."

Für das Paar ging damit ein Herzenswunsch in Erfüllung. Endlich wurden sie das, was sie sich schon so lange gewünscht hatten: Eltern. Doch Bec sollte diesen Moment nie miterleben. Denn ihr Zustand verschlechterte sich fortan. Im September letzten Jahres starb sie an den Folgen ihrer Krankheit.

Nun wenige Monate später, am 20. Januar, hielt Gareth das Einzige in seinen Händen, was ihm von Bec noch geblieben ist: ihr neugeborenes Kind Rixon James. "Darf ich euch dieses kleine Wunder vorstellen", kommentierte er einen Tag nach der Geburt jenes Bild bei Facebook, auf dem er zum ersten Mal seinen Sohn im Arm hat.

Plötzlich Witwer mit finanziellen Sorgen

Auf der einen Seite ist er nun endlich Vater, auf der anderen Seite steht er völlig alleine da. Außerdem plagen ihn große Geldprobleme. Neben den alltäglichen Ausgaben kommen Arztrechnungen, Beratungsgebühren, die Kosten der Beerdigung von Bec und Anwaltskosten dazu. "Und jetzt, obwohl er allein gegenüber diesem riesigen finanziellen und emotionalen Berg steht, ist Gareth noch immer derselbe", erklärt Jes.

Deshalb haben Freunde von ihm eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. 20.000 Dollar sollen zusammenkommen, damit der Witwer über die Runden kommt. Tatsächlich haben sich schon über 18.000 Dollar angehäuft. Eine Summe, die den Schmerz von Gareth wahrscheinlich nicht lindert, aber ihn zumindest etwas aufatmen lässt.

rpw
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?