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Beautytipp Was ist eigentlich Wimpern-Lifting und worauf sollte man dabei achten?

Beautytipp Wimpern-Lifting: Was bringt's und worauf sollte man achten?
"Für jeden Beautytipp, der mir hilft, auch ungeschminkt schön und gepflegt auszusehen, bin ich dankbar"
© Getty Images
Der Beautytipp unserer Autorin lautet: Wimpern-Lifting! Wir erklären, wie das funktioniert, was Vor- und Nachteile sind - und wer es besser nicht versuchen sollte.
Von Refinery29-Autorin Lisa Trautmann

Leider gehöre ich nicht zu der Sorte Frau, die in der Lage ist, sich würdevoll zu schminken. Benutze ich Rouge, sehe ich aus, als wäre mir alles im Leben peinlich. Der Gebrauch von Lidschatten lässt mich aussehen, als wäre ich gegen einen Briefkasten gelaufen. Und Contouring ist für mich ungefähr so verständlich wie Quantenphysik – und auch in etwa so interessant. Aus diesem Grund bin ich dankbar für alle Kniffe und Tricks, mit denen ich, auf natürliche Weise, schön und gepflegt aussehe.

Beim Thema Mascara hat mir bisher immer die gute alte Wimpernzange aus der Patsche geholfen. Geschwungene und vollere Wimpern – ohne Waschbäraugen und Verklumpen! Leider hält dieser Effekt meist nur einige Stunden. Was wäre also die Alternative?

Durch Färben der Wimpern hat man einige Zeit Ruhe im Karton, muss jedoch weiterhin für den nötigen Schwung selbst sorgen. Oder aber man greift auf Wimpernextensions zurück, die vollere und längere Wimpern zaubern. Leider ist diese Methode sehr kostenintensiv und man sieht danach aus, wie Schnuffi aus der Sesamstraße.
Eine günstige, natürliche und dezente Variante soll das Wimpern-Lifting bieten. Man schlägt damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Wimpern werden voller, erscheinen dichter und haben einen feschen Schwung. Und das auf ganz natürliche Weise.

Wie funktioniert der Beautytipp?

Wimpern-Lifting kann nur in einem Studio vorgenommen werden – und zwar in jedem Fall von einem Profi. Die Anwendung dauert im Schnitt etwa 45 Minuten und ist schmerzfrei. Die Wimpern werden geglättet, gestreckt und angehoben, wodurch sie dicker und voluminöser erscheinen.

Zuerst wird die Augenpartie von eventuellen Make-up-Rückständen, Öl und Schmutz befreit. Anschließend werden die unteren Wimpern mit einem Pad fixiert, sodass sie während der Anwendung nicht am oberen Wimpernkranz festkleben. Ein Silikonpad wird dann, so nah wie möglich, am oberen Wimpernkranz fixiert.

Auf das Silikonpad wird ein spezieller Kleber aufgebracht und die Wimpern mit einer kleinen Bürste ganz gerade nach oben gezogen, beziehungsweise gekämmt. Es ist wichtig, dass die Wimpern wirklich ganz gerade liegen, denn so werden sie dann für die folgenden sechs bis acht Wochen liegen.

Eine Lösung, die den Schwung fixiert, wird im Anschluss auf die Spitzen der Wimpern aufgetragen. Diese muss etwa zehn Minuten einwirken. Anschließend wird eine zweite, fixierende, Lösung aufgetragen. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann auch die zweite Lösung entfernt und das Silikonkissen unter den Wimpern, mit Hilfe von Wasser, abgelöst werden. Fertig ist der fabelhafte Augenaufschlag.

Wie lange hält ein Wimpern-Lifting und was kostet es?

Je nachdem, wie der Wachstumszyklus der Wimpern ist, hält ein Lifting sechs bis acht Wochen. Im Schnitt kostet die Anwendung zwischen 50 Euro und 60 Euro.

Was muss ich beachten?

Die goldene und wichtigste Regel für alle Beauty-Behandlungen lautet: Hygiene. Man sollte nur in Studios gehen, die einen seriösen, hygienischen und ordentlichen Eindruck machen. Ebenso sollte das Personal, das in dem Studio arbeitet, gepflegt sein und im besten Fall schon als Aushängeschild für die angebotenen Behandlungen dienen. Das Personal sollte sich außerdem Zeit nehmen, die Anwendung Schritt für Schritt zu erklären und auch auf potentielle Gefahren, wie etwa mögliche Allergien, hinweisen.

Was sind die Vorteile?

Mit einem gut gemachten Wimpern-Lifting hat man für vergleichsweise wenig Geld relativ lange Freude am neuen Augenaufschlag. Man muss nicht ständig Sorge haben, dass einem falsche Wimpern von den Augen fallen. Zudem ist die Anwendung, in Bezug auf Allergien, relativ risikofrei.

Was sind die Nachteile?

Für einen Zappelphilipp ist die Anwendung eine kleine Herausforderung, da für ein perfektes Ergebnis wirklich still gehalten werden muss. Auch für Menschen, die fremde Hände nicht an ihren Augen ertragen, ist ein Wimpern-Lifting eher anstrengend als wohltuend. Gerät man an ein unsauber arbeitendes Studio, läuft man zudem Gefahr, Wimpern mit sich herum zu tragen, die in alle Himmelsrichtungen stehen. Das sieht dann sechs bis acht Wochen lang sehr komisch aus und wäre nur durch eine erneute Anwendung zu korrigieren.


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