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Therapie gegen Homosexualität: US-Staaten verbieten "Homo-Heilung" - absurde Therapie in Deutschland immer noch erlaubt

Es ist ein Skandal: Während sogar in den USA immer mehr Staaten die Therapie gegen Homosexualität verbieten, ist sie in Deutschland erlaubt. Dabei ist die angebliche "Homo-Heilung" gefährlich.

Homosexualität ist keine Krankheit

Homosexualität lässt sich nicht wegtherapieren

ist keine Krankheit. Dieser einfache Satz sollte eigentlich reichen, um absurde Therapie-Angebote für Nicht-Heteros zu verbieten. Eigentlich. Denn auch in Deutschland ist es immer noch erlaubt, zu versuchen, Schwule und Lesben davon zu überzeugen, dass sie "geheilt" werden müssen. Das Ganze nennt sich Konversionstherapie oder auch Reparativtherapie - und ist sehr gefährlich.

"Klienten, die gelernt haben, Gefühle zu unterdrücken, stehen unter ständiger Spannung, sie können Essstörungen entwickeln, neigen zu Substanzmissbrauch, wollen sich im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur 'wegbeamen'. Auch das Risiko für Depressionen und Suizidalität ist erhöht", erklärte zum Beispiel die Psychologin Gisela Wolf vor einiger Zeit dem stern. Medizinerverbände warnen seit langem vor den Therapien, trotzdem sind sie auch in Deutschland erlaubt. Dabei ist schon der Versuch absurd. "Aus einem Homosexuellen kann man keinen Heterosexuellen machen - umgekehrt geht das übrigens auch nicht", so Wolf.

Im vergangenen März hatten die Grünen das Thema in einer kleinen Anfrage in den Bundestag gebracht - ohne Erfolg. Die Bundesregierung sieht zwar Homosexualität nicht als Krankheit an, erlaubt Therapieversuche aber trotzdem. Motto: Man kann's ja mal versuchen, so ganz normal ist das ja nicht.

Drei US-Staaten wollen Konversionstherapie verbieten

Damit ist nicht allein: Erst im September wurde in Brasilien ein entsprechendes Gesetz gekippt. Psychologen ist es jetzt wieder erlaubt, "freiwillige" Homosexuelle zu therapieren. Immer mehr Brasilianer sind streng gläubig, weshalb die Entscheidung auch die konservative Stimmung in der Gesellschaft verdeutlicht. Deshalb haben es Menschen aus dem LGBTQ-Spektrum dort besonders schwer, werden diskriminiert und angegriffen. Und bräuchten Schutz vom Staat und dem Gesetz - und keine Hintertürchen.

Diese Woche wollen in den mit Washington, Arizona und Virginia gleich drei Bundesstaaten ein Gesetz durchbringen, dass die fragwürdige Konversions-Therapie verbietet. Deutschland sollte sich schleunigst daran ein Vorbild nehmen.

sst
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