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Offene Beziehung: Weil ich Sex mit anderen Männern haben darf, habe ich mich noch mehr in meinen Freund verliebt

Kim hat schon immer dieses Gefühl in sich. Das Gefühl, dass sie mehr braucht. Mehr Sex. Mit mehreren Partnern. Doch es hat lange gedauert, bis sie sich ihr Verlangen eingestand.

Protokoll: Stephanie Morcinek

Eine Frau im Bett

Es ist nicht leicht, sich einzugestehen, dass man nicht nur mit seinem Partner Sex haben will. 

Nach zweieinhalb Jahren Beziehung kam immer dieses Vermissen auf. Das Vermissen von fremden Lippen auf meinen, von fremden Fingern, die meinen Körper abtasten, von fremder Haut, die auf mir liegt. Ich konnte es erst nicht richtig deuten, ich war in einer glücklichen Beziehung, ich liebte meinen Freund und hatte auch regelmäßig Sex. Doch da war irgendeine Leere in mir.

Ich habe mir diese Gedanken selbst verboten. Man muss doch monogam sein. Alles andere ist abartig, diffus, pervers. Bis ich auf einer Party Colin traf. Nach dem üblichen Small-Talk-Bla kamen wir irgendwann auf seine Beziehung zu sprechen. Mein sexuelles Aha-Erlebnis. Colin war poly. Er lebte in einer festen Partnerschaft, hatte aber auch Sex mit anderen Frauen. Genauso wie seine Freundin Sex mit anderen Kerlen haben durfte. Die Beziehung war intakt, funktionierte, beide waren verliebt und hatten trotzdem Spaß mit anderen.

Verlangte ich nach einem anderen Mann in mir?

Ich musste lange über dieses Gespräch nachdenken. Mit Anfang 30 erlaubte ich mir endlich, mein Vermissen-Gefühl nicht zu ignorieren, sondern ihm nachzugehen. War es das, was ich wollte? Verlangte ich nach einem anderen Mann in mir?

Als ich meinem Freund Tom einen Tag später vorsichtig fragte, wie er es fände, wenn ich einen anderen Mann küsse, sagte er nur "spinnst du?". Ich konnte nicht wissen, ob schon diese unschuldige Frage ein riesengroßer Fehler war.

Vor eineinhalb Jahren war das. Doch ich ließ nicht locker, das Thema fesselte mich und Colin war mein Sparringspartner auf dem Weg zu meiner sexuellen Befreiung. Nein, wir hatten nichts miteinander, er ermunterte mich lediglich, meinen Freund immer mal wieder auf das Thema zu lenken. Bis jener Abend im November kam.

Ich war beeindruckt, dass er so ein Vertrauen in mich hatte

Für Tom stand mal wieder ein längerer Businesstrip an. Ich fühlte mich schon jetzt einsam, obwohl er noch hier war. Und irgendwie kamen wir erneut auf das Thema offene Beziehung. Tom ist kein eifersüchtiger Typ, er ist völlig im Reinen mit sich, sieht alles klar. Und an diesem Abend erkannte er wohl, dass ich mir Sex mit anderen Männern wirklich wünsche. Nicht, um ihn zu betrügen, um etwas zu kompensieren oder den Absprung zu schaffen. Nein. Sondern, weil ich darin meine sexuelle Erfüllung sah, meine intimsten Wünsche.

Als ich ihm sagte, dass es für mich auch okay sei, wenn er etwas mit anderen Frauen hätte, war er erst vor den Kopf gestoßen, doch er hatte viel zum Thema offene Beziehung gelesen und fand die Idee nicht mehr so abwegig wie noch am Anfang.

"Kim, du willst das ausprobieren", sagte er. "Dann überlegen wir uns ein paar Regeln und machen es." Als er das sagte, verliebte ich mich noch mehr in ihn. Ich war beeindruckt, dass er so ein Vertrauen in mich hatte. In uns.

Das erste Mal Sex mit einem anderen und mit Erlaubnis war wie Urlaub

Also stellten wir Regeln auf:

1. Wir erzählen uns, wenn wir mit jemandem schreiben und treffen. Details gibt es auf Nachfrage.

2. Gemeinsame Freunde und Ex-Partner sind tabu.

3. Der andere hat ein Veto-Recht.

4. Wir schlafen nur mit der Person, nicht bei der Person.

Das erste Mal Sex mit einem anderen und mit Erlaubnis war wie Urlaub. Das war nur für mich. Ich brauchte lange, mir diesen Gedanken zu erlauben. Aber ich habe noch nie Sex und Liebe verbunden, das machte es einfacher.

Im Internet verabredete ich mich mit einem Mann in einer Bar. Es war ein cooles Date, der Typ witzig und sexy. Als ich jedoch gestand, was ich wirklich suchte – einen Mann nur für Sex, war er erst verunsichert. Fand es aber kurz danach aufregend. Und nahm mich mit zu ihm nach Hause. Tom bekam eine SMS von mir, wohin ich gehe.

Viele Frauen suchen eher Beziehungen als die schnelle Nummer

Ich hatte in dieser Nacht Sex. Ohne Tom. Mit einem Wildfremden. Ohne schlechtes Gewissen. Ich kuschelte auch noch mit ihm, fuhr aber um drei Uhr früh nach Hause. Tom war nicht da. Er kam 20 Minuten später ebenfalls von einem Date zurück. Wir mussten lachen. Es war komisch, aber am nächsten Morgen sind wir ohne emotionalen Kater aufgestanden.

Seitdem haben wir immer mal wieder was mit anderen. Als Frau bin ich erfolgreicher als Tom. Viele Frauen suchen eher Beziehungen als die schnelle Nummer, deshalb muss Tom häufig Rückschläge einstecken und kommt manchmal geknickt von Dates zurück.  Unnützes Wissen Beziehungen_17.50

Bei mir läuft es anders. finden es toll, keine Verpflichtungen eingehen zu müssen, wenn sie mit einer Frau ins Bett gehen. Allerdings wird oft der Jagdtrieb geweckt, sie versuchen mich umzukehren. Dabei geht es ihnen nicht um mich, sondern nur um ihre Beute.

Ich habe gedacht, dass sich Tom und ich als Paar verändern werden. Aber das stimmt nicht wirklich. Die Perspektive ist anders. Die Beziehung ist viel tiefer als der Sex mit anderen. Wir sind inniger, auch, wenn es paradox klingt. Unsere Beziehung ist kugelsicher.

Gleich am Anfang offen zu starten klappt nicht

Klar ist da immer die Angst, dass man sich in jemanden verlieben könnte. Wir treffen uns nicht nur einmal mit einer Person, wenn wir sie auch als Mensch gut finden. Doch das, was wir haben, ist so stark, da hat ein anderer keine Chance.

Das funktioniert natürlich nur, wenn man sich als Paar schon sehr gut kennt. Gleich am Anfang offen zu starten klappt nicht. Man braucht Vertrauen, sonst hat Liebe keine Chance.

Deshalb steht die Wir-Zeit über allem. Wir haben noch fantastischen Sex. Wenn der wegfällt, dann würde ich mir Sorgen machen. Aber das ist nicht so. Wir haben Sex mit uns und mit anderen. Und damit lernen wir uns irgendwie auch immer ein Stückchen neu kennen. Und ja, verlieben uns auch jedes Mal ein Stückchen mehr ineinander.


Themen in diesem Artikel
Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?
Gerneralvollmacht und Insichgeschäft
Wir sind 3 Kinder und 2 haben Generalvollmacht. Unser Bruder hat Vorkaufsrecht eingetragen für die Elterliche Wohnung. Unsere Mutter ist im Mai 2016 gestorben, meinem Bruder war der Vater zu stressig im Haus also kam er 4 Tage nach Mutter s Tod ins Pflegeheim. Ich fragte meinen Bruder der in dem Haus wohnt wo auch die Eltern lebten was nun mit der Wohnung geschieht. Mein Bruder erklärte die bleibt leer es kommen keine Fremden ins Haus. Ich ging mit meiner Vollmacht zum Notar und fragte nach da in der Vollmacht geschrieben war den Besitz ordentlich verwalten. Ich bekam vom Notar die Auskunft vermieten oder verkaufen und wir benötigen einen Gutachter. Mein Bruder bekam 3 Wochen später von dem selben Notar die gleiche Information. Ein paar Tage später schickte mir mein Bruder eine Mail, er möchte die Wohnung kaufen, schickte mir ein leeres Dokument mit das ich unterschreiben soll und zu diesem Betrag geht dann die Wohnung an ihn über. Er wollte ein Gutachten bei der Gemeinde erstellen lassen wo seine ganzen Freunde im Ausschuss sitzen. Ich hab das natürlich nicht unterschrieben und wir holten (der andere Bruder und ich ) einen Gutachter. Die Wohnung mit 93 qm, riesigem Garten, Stellplatz, 2 Fam. Haus zentrale Lage mit S-Bahn-Anbindung wurde geschätzt auf 139.000 Euro. Also kam der nächste Kaufvertrag meines Bruders zu dem Wert.Mit dem Wert waren wir ebenso nicht einverstanden, warum verkauft man eine Wohnung zum Gutachterwert wenn man auf dem freien Markt einen total anderen Preis erzielt ! WIr setzten die Wohnung in Immoscout und hatten eine feste Kaufzusage für 218.000 Euro ! Hatten von unserem Bruder einen Termin gesetzt bekommen zum 30.11.16 sollen wir nachweisen wie wir einen Preis um die 200.000 erzielen wollen. Wir hatten unserem Bruder die Kaufzusage vor dem gesetzten Termin gesendet und boten ihm an die Wohnung für 200.000 Euro zu kaufen. Noch vor Ablauf und nach unserem Angebot kam von der Gegenseite .. tut uns leid die Wohnung ist seit 15.11.16 vermietet auf 3 Jahre ohne Kündigungsrecht von beiden Seiten, somit ist der Verkauf nicht mehr möglich ..... so nun kam der Hammer, das Schloss wurde ausgetauscht und ich kam weder in den Garten noch ins Haus. Wir haben Klage gestellt ! Bis der Termin auf dem Gericht endlich kam, wurde von unserem Bruder 3 x verschoben kam die Hiobsbotschaft bei dem Termin.. unser Bruder fuht im April 17 zu einem Notar, 100 km von unserem Wohnort und verkaufte sich die Wohnung mit seiner Vollmacht selbst zum Preis von 160.000 Euro... . ...58.000 Euro weniger als wir auf dem freien Markt bekommen hätten und natürlich steckt er ab diesem Termin die Miete ein. Wir haben Klage beim Landgericht gestellt...und jetzt kommt der Witz.. er kommt damit wahrscheinlich durch .. Wertgutachten waren 139.0000 Euro, wir hätten 218.000 Euro bekommen Differenz 58.000 Euro und er darf bis 30 % abweichen ! Was ist das denn für ein Gesetz .. Im Testament stand alles zu gleichen Teilen und wir sollen das Vorkaufsrecht unseres Bruders beachten.... 1, 16.08.17 starb Vater ! Rechtzeitig die Wohnung aus dem Erbe geholt ! Weiss jemand einen Rat ?