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Och nö!: Peinliche Milka-Kampagne: So albern kann Werbung für Schokolade sein

Wenn man beim Scrollen im Instagram-Feed plötzlich "Häh?" denkt und ein bisschen kichern muss, dann ist mit großer Wahrscheinlichkeit mal wieder eine teure und sorgfältig durchdachte Social-Media-Kampagne so richtig schön schief gegangen.

Einige Instagram-Fotos aus der Milka-Werbekampagne

Schöne Menschen mit Milka: So esst ihr auch immer Schokolade, oder?

Bei Milka dachte man sich offensichtlich, man müsse die Marke bei der jungen Käufergeneration mal wieder in Erinnerung rufen und brachte eine großangelegte Kampagne mit vielen erfolgreichen Influencern ins Rollen. Aber Werbung im Fernsehen oder mit Anzeigen und PR in den sozialen Netzwerken funktionieren halt nicht auf die selbe Weise. Besonders, wenn sich die Verantwortlichen vorher nicht selbst mal fragen: Wer isst Schokolade? Wann isst man Schokolade – und wo?

Und so endete das Ganze unfreiwillig komisch.

Auf den Fotos bei Instagram, für die die Firma den Influencern vermutlich ordentliches Geld zahlte, sitzen dann junge Frauen, die ansonsten von ihrer Low-Carb-Ernährung, Reisen oder anderen Hobbys berichten, und halten im schlimmsten Fall gleich zwei Tafeln der lila Schoki in der Hand. So, als hätten sie noch nie etwas ähnliches gesehen oder wüssten nicht recht, wie der Durchschnittsmensch die Süßigkeit händelt. Und fabulieren sich dazu fantasievolle Antworten auf den Kampagnen-Hashtag #milkaschmecktwie zusammen.

Glaubwürdig? Eher nicht.

Es ist natürlich okay, wenn Werbung als solche erkennbar ist. Wenn das Objekt, um das es geht, aber wie ein absurder Fremdkörper im Feed des Werbenden rüberkommt, wirkt das eher albern als überzeugend.

Und überhaupt ist es nie eine gute Idee, viele Influencer im Rahmen einer einzigen großen Kampagne werben zu lassen – so weiß auch der naivste Nutzer direkt, dass es sich um Reklame und keine tatsächliche Vorliebe des digitalen Vorbilds handelt. Ähnlich daneben ging im Sommer bereits die Social-Media-Kampagne des Waschmittels Coral – erinnern Sie sich?

Den Hashtag der Marke mit M kaperten übrigens bald auch Instagrammer, die sich über die Kampagne lustig machten.

Liebe Milka, spart euch nächstes Mal die Werbeagentur, schickt den (richtigen!) Leuten die Schoki und 'nen Scheck und lasst sie einfach selber in ihrem Stil und ohne peinlichen Hashtag PR für eure Schokolade machen.

Und da hier ziemlich viel Milka-Content vorkommt: Wir finden Schokolade super. Aber von so ziemlich allen Marken.

Schokolade
WT
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