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Internet-Hype: Vero will das neue Instagram werden – aber was kann die App wirklich?

Vero verspricht: Keine Werbung, mehr Entscheidungsgewalt für die Nutzer und chronologische Feeds. Das klingt ja erstmal gut, aber können sie damit wirklich Instagram vom Thron stürzen?

Vero will das neue Instagram werden

Vero will das neue Instagram werden – aber ist das wirklich realistisch?

Picture Alliance

Seit einigen Tagen ist Vero in aller Munde. Die App soll das neue Instagram werden, nur persönlicher, mit mehr Entscheidungsgewalt für den Nutzer und ohne Werbung. Klingt ja erstmal gut, aber kann das wirklich ein Erfolg werden?

Der erste Ansturm auf die App war groß. Kein Wunder, immerhin hatten die Macher der ersten Million Nutzer eine lebenslang kostenlose Mitgliedschaft versprochen. Einziges Problem: Die App war dem Andrang nicht gewachsen, der Server stürzt seit Tagen immer wieder ab. Was genau die App kann, ist also bislang schwer zu sagen. In der Theorie soll es mit Vero möglich sein, nicht nur Fotos, sondern auch Links, Film- und Restaurantempfehlungen und Musik zu teilen.

Was kann Vero, das Instagram nicht kann?

Bei jedem Post kann der Nutzer entscheiden, mit wem er den Inhalt teilen will. Nur die engsten Freunde? Freunde und Bekannte? Oder doch auch mit den Followern?

Ein weiterer Vorteil: Seit Monaten flehen die Nutzer Instagram an, den Feed wieder chronologisch anzuzeigen statt anhand eines undurchschaubaren Algorithmus. Doch die Facebook-/Instagram-Fregatte rund um Mark Zuckerberg weigert sich momentan noch standhaft. Vero hingegen will sein Layout ganz algorithmenfrei gestalten und den Nutzern ihren chronologischen Feed lassen. 

Einige der weltweit größten Influencer sind bereits auf den Vero-Zug aufgesprungen. Während einige vermuten, dass Vero eine weltweite Influencer-Kampagne gestartet hat, bei der die Internetberühmtheiten dafür bezahlt werden, für die neue App die Werbetrommel zu rühren, könnte es auch an einigen Features liegen, die besonders für Influencer interessant sein dürften. So gibt es auf Vero für Händler die Möglichkeit, ihre Produkte über einen "Buy Now"-Button direkt in der App zu verkaufen. Das dürfte für sie das Geschäft mit Influencern noch interessanter machen.

Gegründet wurde Vero übrigens schon 2015 vom nicht gänzlich unbekannten libanesischen Milliarden-Erben Ayman Hariri und seinem Geschäftspartner Scott Birnbaum. Hariris Vater war von 1992 bis 1998 sowie von 2000 bis 2004 libanesischer Ministerpräsident, wurde 2005 bei einem Attentat getötet. Zur Zeit hat Hariris Bruder Saad den Posten des Staatsoberhauptes inne. 

jgs
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