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"Kein Netflix, kein Instagram": Millionär mit 30 - zwei Millennials verraten, wie sie das geschafft haben

Es ist oft schon schwierig genug, als 30-Jähriger einigermaßen sorgenfrei über die Runden zu kommen. Wie ist es also möglich, in dem Alter schon Millionär zu sein? Zwei Millennials haben dem "Time"-Magazin verraten, worauf es ankommt.

Junge Menschen im Büro

Um mit 30 schon Millionär zu sein, braucht es vor allem eins: ein klares Konzept.

Erst 30 Jahre alt und schon Millionär - geht das überhaupt, wenn man kein, sagen wir mal, Fußballprofi oder Hollywood-Star ist? Schließlich haben viele von uns in dem Alter noch gehörige Probleme, überhaupt einigermaßen sorgenfrei über die Runden zu kommen. Wie fühlt es sich da erst an, theoretisch schon ausgesorgt zu haben? Und worauf kommt es an, wenn man das wirklich große Geld machen will - mal abgesehen vom obligatorischen , das dazugehört.

Zwei 32-jährige Millennials kennen die Antworten: Grant Sabatier, Gründer des Investmentunternehmens "Millenial Money", und Taso Du Val, Mitgründer und CEO des Talent-Netzwerks "Toptal", haben dem "Time"-Magazin ihre Erfolgsgeschichte erzählt. Sie verraten, was es auf dem Weg in den finanziellen Olymp zu beachten gilt - und was gar nicht geht. Als Blaupause können ihre Erfahrungen natürlich nicht dienen, einige interessante Ratschläge haben die beiden aber durchaus parat.

Millionär mit 30: zwei junge Unternehmer haben es geschafft

So leckte Sabatier noch in seiner Zeit als Berufsanfänger Blut. Er habe gerade mal drei Monate in Vollzeit für eine Digitalmarketingagentur gearbeitet, als er einen kleinen Auftrag nebenbei erledigte: die Erstellung einer Website für eine kleine Anwaltskanzlei in Chicago. Der Job habe ihm 500 Dollar eingebracht, sagte er dem Magazin. Vor allem aber sei er anschließend angefixt gewesen. 60 Tage später habe er eine weitere Website verkauft, für 50.000 Dollar an eine viel größere Kanzlei.

Fortan habe er sich komplett und "zu 150 Prozent" darauf konzentriert, sein eigenes Business aufzubauen. Seine Freizeit sei komplett dafür draufgegangen, aber innerhalb eines Jahres hatte er bereits 300.000 Dollar gemacht und seinen alten gekündigt. Innerhalb von fünf Jahren seien seine Ersparnisse schließlich von zwei Dollar und 26 Cents auf über eine Million angewachsen. Sabatier empfiehlt, zunächst nach so vielen Einkommensquellen wie möglich zu suchen - bis man von jenen, die am meisten Spaß machen, die eine gefunden hast, mit der man am meisten verdient.

Klingt in der Theorie logisch. Praktisch gibt es aber natürlich auch einige Leute, die ziemlich genau wissen, was sie wollen und in welche Branche es sie zieht. Taso Du Val hatte zum Beispiel schon bei der Unterzeichnung des allerersten Deals eine ganz klare Vorstellung davon, was "Toptal" sein sollte. Mit dieser Fokussierung ist einiges möglich. Du Val weiß aber ebenfalls, dass leidenschaftliche Hingabe an ein Ziel einige seiner Altersgenossen auch überfordern kann.

"Du musst es wirklich wollen", beschreibt er den Kraftaufwand, der damit verbunden ist, so viel Geld einzunehmen. "Viele Leute sagen, sie wollen es, aber sie wollen es nicht wirklich." Man müsse schon sein -Abo kündigen und sich von Instagram fernhalten, wenn man sein Geschäft aufbaut. Es gelte, sich ständig zu pushen und seine Freizeit mit Fortbildung zu verbringen: "Lese Business-Bücher, höre dir Podcasts an, oder nimm an kostenlosen Online-Kursen teil." Wer die nötige Zeit in sich und seine Fähigkeiten investiere, würde schon bald dort Möglichkeiten zum Geldverdienen entdecken, wo er sie nie erwartet hätte.

Klar, dass dabei vieles auf der Strecke bleibt. Mit Mitte, Ende 20 habe er 80 bis 100 Stunden die Woche gearbeitet, sagt Sabatier, und deshalb jede Menge Gelegenheiten verpasst, zu reisen oder mit Freunden abzuhängen. Wer sich in seinem 9-bis-5-Arbeitsalltag gefangen fühlt, müsse vielleicht überdenken, was ihm diese Arbeitszeit (mit Betonung auf -zeit) wirklich bedeute, so Sabatier.

Es reicht nicht, nur jung und hungrig zu sein

In dem Zusammenhang zitiert er im "Time"-Magazine aus dem Buch "Your Money or Your Life" von Vicki Robin - für ihn das beste Buch über Geld, das je geschrieben wurde. Darin wird dem Leser deutlich gemacht, dass man einen großen Teil seines Lebens gegen Geld eintauscht, sobald man für einen regelmäßigen Gehaltsscheck arbeitet. Fortan habe er versucht, so viel Geld wie möglich aus seiner Zeit herauszuholen.

Kurzum: Es braucht also ein klares Konzept. Nur jung und hungrig zu sein, hat noch niemanden zum Millionär gemacht. Allerdings seien die Möglichkeiten zur finanziellen Selbstverwirklichung auch noch nie so vielfältig gewesen wie für die Generation der Digital Natives, sagt Sabatier. Mit dem langsamen Verschwinden der traditionellen Bürozeiten sieht er zahllose unterschiedliche Möglichkeiten, online Geld zu machen, egal, an welchem Ort der Welt man sich befinde: "Das ist ermutigend!"

tim
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