Kurioser Clip
„Beste Werbung für Burger King“: McDonald's-Chef blamiert sich mit Video

McDonald’s-Geschäftsführer Chris Kempczinski beißt in den „Big Arch“
McDonald’s-Geschäftsführer Chris Kempczinski beißt in den „Big Arch“
© Screenshot Instagram / @chrisk_mcd
McDonald's-CEO Chris Kempczinski will für einen neuen Burger werben, wirkt dabei aber so, als wolle er in den nicht wirklich gern hineinbeißen. Das sorgt für Spott von der Konkurrenz.

Ein eigentlich völlig banales Marketing-Video sorgt derzeit für überraschend viel Gesprächsstoff im Internet: Chris Kempczinski, CEO von McDonald's, beißt in dem kurzen Instagram-Clip demonstrativ in den neuen „Big Arch“-Burger – ein aktuell groß beworbenes, neues Produkt der Fast-Food-Kette. 

Doch das Video, das Kunden Lust auf den neuen Burger machen sollte, verfehlte sein Ziel völlig. Schon der Drehort irritiert: Kempczinski is(s)t in einem Raum, der an ein überaus tristes Büro erinnert. Er sitzt sehr gerade am Tisch, betont korrekt gekleidet. Schon hier wird jedem Zuschauer klar, dass der 57-Jährige schlicht nicht der Typ Mensch ist, der in seinem Alltag zu McDonald's geht und Fast-Food-Gelüsten nachgibt.

McDonald's-Boss scheint Burger nicht zu mögen

Und dann hebt der Chef den wuchtigen Burger an und nimmt einen Bissen, der betont genussvoll wirken soll. Die Szene entwickelt sich jedoch direkt zu einem viralen Moment in den sozialen Medien – denn Kempczinski beäugt den Burger erst lange skeptisch, und scheint sich überwinden zu müssen, um wirklich hineinzubeißen. Nach einem Happs und überschwänglichen Lobesworten legt er ihn auch prompt wieder beiseite.

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Die Kommentare zum Video gestalten sich dann auch erwartungsgemäß sehr lustig: Der Food-Influencer Nigel Ng schrieb: „Er tut, als hätte er noch nie einen Burger gesehen – selbst die Sesamkörner beeindrucken ihn!“ Andere Nutzer kommentierten: „Ich mit zehn Jahren, wenn meine Mutter will, dass ich mein Gemüse aufesse“, oder: „Das fühlt sich fast dystopisch an. Er wirkt, als hätte er Angst vor dem Ding.“ Und: „Wir werden unsere Autos jetzt auch nur noch über einen Meter testfahren“, scherzte der Autohersteller Mini Cooper. 

Besonders viel Spaß hatten aber die direkten McDonald's-Konkurrenten. So postete auch die US-Fast-Food-Kette Wendy's amüsiert: „Wo fängt man da an …“, und Burger King sprang Chris Kempczinski sarkastisch bei: „Wir haben ihn auch nicht komplett runterbekommen.“

Konkurrenz macht sich Spaß daraus

Allerdings war das noch lange nicht alles, was man bei Burger King zum unglücklichen Marketing-Video der Konkurrenz zu sagen hat. Denn der PR-Abteilung fiel direkt ein, dass man vor einer Weile selbst den eigenen Chef beim Burgeressen gezeigt hatte. Flugs holte man den Clip aus dem Archiv und postete ihn erneut, mit der spitzfindigen Anmerkung: „Dachten, wir zeigen euch das noch mal.“

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Zu sehen ist Tom Curtis, CEO von Burger King in den USA und Kanada, der in einer Restaurantküche steht und mit hochgekrempelten Hemdsärmeln kräftig in einen Burger beißt, der ihm tatsächlich zu schmecken scheint. Nonchalant wischt er sich etwas Burgersauce von der Wange und lobt die Küchen-Mitarbeiter der Filiale. Die Szene hat den Effekt, den McDonald's sich wohl gewünscht hätte: Der Chef wirkt bodenständig und mit seinem Unternehmen verbunden – und mag sogar die hergestellten Produkte.

Für McDonald’s bedeutete die Debatte immerhin zusätzliche Reichweite. Es gibt schließlich Menschen, die behaupten, nur gar keine Publicity sei schlechte Publicity …

wt

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