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35.000 Dollar in vier Tagen: Seattle versinkt im Schnee – und ein 18-Jähriger verdient damit ein Vermögen

Seattle erlebt die stärksten Schneefälle seit 70 Jahren. Ein 18-Jähriger hat sich das zunutze gemacht: Innerhalb von nur vier Tagen hat er mit seinem Schneepflug 35.000 Dollar verdient.

Seattle im Schnee

Seattle versinkt im Schnee – hier der Centennial Park

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Schnee ist in Seattle eigentlich keine Besonderheit. In diesem Jahr aber erlebt die 724.000 Einwohner große Stadt im US-Bundesstaat Washington den schneereichsten Winter seit 70 Jahren. Die Schneemassen stellen die Infrastruktur vor große Herausforderungen, viele Abläufe – beispielsweise im Straßenverkehr – werden dadurch gestört. Die lokalen Behörden kommen nicht mehr hinterher, die Straßen zu räumen, geschweige denn die Hausbesitzer, deren Einfahrten und Hauseingänge eingeschneit sind.

Ein 18-Jähriger hat sich das zunutze gemacht. David Holsten ist der Nutznießer des Schneechaos in Seattle: Es hat ihm nach eigenen Angaben innerhalb nur weniger Tage ein Vermögen von etwa 35.000 US-Dollar beschert. Das Geschäftsprinzip war einfach: Holsten ließ sich von privaten Auftraggebern dafür bezahlen, bestimmte Flächen zu räumen.

500 bis 750 Dollar Stundenlohn für Schneeräumen

Dabei kommt Holsten eigentlich gar nicht aus Seattle. Er besuchte dort seine Mutter, berichtet der Fernsehsender CNN. Eigentlich arbeitet Holsten als Landschaftsgärtner im Bundesstaat Idaho – und besitzt deshalb auch einen Schneepflug. Als er von dem Schneechaos in Seattle hörte, brachte er kurzerhand das Fahrzeug mit. Auf die Idee habe ihn erst ein Freund gebracht, erzählte Holsten CNN.

Der Rat des Freundes machte ihn zum Großverdiener. Holsten bot seine Dienstleistung auf Craigslist an, einer großen amerikanischen Anzeigenwebsite, und bekam schon bald Angebote um die 1000 Dollar. Der 18-Jährige schob Sonderschichten bis Mitternacht, arbeitete zwölf bis 15 Stunden am Tag und konnte sich vor Anfragen kaum retten. "Ich bekomme alle fünf Minuten einen Anruf, ich kann gar nicht alle beantworten", erzählte er dem Radiosender KUOW. Während er unterwegs ist, vereinbart er über die Freisprechanlage schon die nächsten Termine.

Bei einem Stundenlohn zwischen 500 und 750 Dollar hat er innerhalb von vier Tagen schon 35.000 Dollar verdient. Die besten Auftraggeber seien Firmen oder Hausbesitzer, deren Parkplätze geräumt werden müssten, berichtet Holsten. Er hat schon angekündigt, so lange in Seattle zu bleiben, bis der Schnee getaut ist – das ist im Moment aber nicht in Sicht.

Quellen: CNN, KUOW

Katze Fluffy wurde nahezu leblos, mit vereistem Fell im Schnee gefunden und gerettet.
epp
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