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Gegen alle Klischees: Tattoos überall: Australiens frühere "Miss Inked" ist jetzt promovierte Ärztin

Bunte Haare und noch buntere Haut: Dr. Sarah Grey sieht nicht aus, wie man sich eine klassische Ärztin vorstellt. Das stellt für die 31-Jährige aus Adelaide aber keinerlei Hindernis dar.

Dr. Sarah Grey aus Adelaide in Australien

Dr. Sarah Grey aus Adelaide in Australien liebt ihre vielen Tattoos

Diese Frau ist ein Hingucker. Sarah Grey aus Adelaide, Australien, legt Wert auf ihr Make-up, verwendet viel Mühe und Kreativität auf ihre bunte Mähne, die aktuell in Zuckerwatte-Farbe leuchtet, und trägt mehrere Piercings spazieren. Vor allem aber fällt die 31-Jährige durch ihre vielen Tätowierungen auf: Brust, Schultern und Arme, Hände, Rücken und Beine sind mit kunstvollen Bildern verziert. Nicht nur wir finden das faszinierend – auch die Jury des australischen "Miss Inked"-Wettbewerbes 2017, bei dem die schönste Frau mit den schönsten Tattoos gekürt wird, war begeistert. Sarah Grey gewann den Titel.

Sie ist die wohl meisttätowierte Ärztin der Welt

Aber nicht nur diesen. Denn inzwischen ist Sarah außerdem Doktor der Medizin. Für viele, die sie das erste Mal sehen, ist es aber schwierig, ihre Erscheinung mit ihrem Beruf zu vereinbaren. Daran hat sie sich inzwischen gewöhnt, verstehen kann sie es dennoch nicht. "Bunte Haut zu haben, beeinflusst in keiner Weise meine Fähigkeiten oder meine Ausbildung", stellte sie im Interview mit der "Daily Mail" klar. "Ich habe hart für meine Karriere gearbeitet und habe viele gute Kontakte geknüpft, da ich einen ziemlich bleibenden Eindruck hinterlasse. Ich habe mir Mühe gegeben, aus den richtigen Gründen in Erinnerung zu bleiben. Durch viel Arbeit, Entschlossenheit und eine positive Einstellung."

Sarahs Ehemann Matthew besitzt ein eigenes Tattoo-Studio, bei dem sie selbst auch Teilhaberin ist. Doch so sehr die 31-Jährige Körperkunst liebt – der Job im Studio allein war ihr nie ausfüllend genug. Sie wollte schon immer Ärztin werden. "Wenn jemand keine Tattoos mag, ist das natürlich dessen gutes Recht", sagt sie zu den Reaktionen ihrer Patienten. "Ich versuche aber, sie zumindest auf die künstlerischen Fähigkeiten, die in guter Körperkunst stecken, aufmerksam zu machen." Gerade arbeitet sie in einem Krankenhaus in Adelaide und möchte sich irgendwann zur Chirurgin im Bereich Orthopädie weiterbilden.

Viele Patienten finden Sarah super

Immerhin kommt die ungewöhnliche Ärztin bei vielen Patienten auch sehr gut an – gerade wegen ihrer Tätowierungen. "Ich habe festgestellt, dass es ein gutes Gesprächsthema ist, gerade bei den jüngeren Patienten, die wir hier haben. Ich glaube, es ist auch ein Eisbrecher, wenn ich so anders bin, als die Leute sich eine traditionelle Ärztin vorstellen." Sarah freut sich darüber, dass sie auch innerhalb der Tattoo-Szene oft als gutes Vorbild gesehen wird und anderen tätowierten Menschen Mut macht, dass sie trotz ihres Aussehens auch in klassischen Berufen Karriere machen können. "Wenn man selbstbewusst und kompetent ist, in dem was man tut, dann sollte es egal sein, wie man aussieht!"

Quelle: "Daily Mail"

wt