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Karma: Date-Schwindler prellt mindestens zehn Mal die Zeche – jetzt droht ihm Gefängnis

Paul Gonzales, ein 45-Jähriger Mann aus Kalifornien, spielt mehrere Jahre ein schmutziges Spiel mit Frauen, die er über Dating-Apps kennenlernt. Als Konsequenz drohen ihm jetzt maximal 13 Jahre Haft.

Bezahlen wollte Paul Gonzales in den Restaurants nicht. Er ließ die Frauen lieber auf der Rechnung sitzen (Symbolbild)

Bezahlen wollte Paul Gonzales in den Restaurants nicht. Er ließ die Frauen lieber auf der Rechnung sitzen (Symbolbild)

Getty Images

Auf den ersten Blick sieht Paul Gonzales nicht wie ein Verbrecher aus: Er hat ein sympathisches Lächeln, markante Gesichtszüge und funkelnd grüne Augen. Dass er in Wahrheit allerdings ordentlich Dreck am Stecken hat, wussten bis vor kurzem nur wenige Menschen. Wie unter anderem "BBC News" berichtet, drohen dem hübschen Paul jetzt 13 Jahre Knast. Ihm wird vorgeworfen zwischen Mai 2016 und April 2018 bei Dates mit Frauen in unterschiedlichen Restaurants die Zeche geprellt zu haben.

Das Vorgehen bei seinem perfiden Spiel war immer gleich. Zunächst chattete er mit den Frauen über Dating-Apps oder -Websites. Anschließend lud er sie in zum Teil höchst exklusive Restaurants im Großraum Los Angeles ein. Nachdem er dann ausreichend getrunken und gegessen hatte, machte er sich aus dem Staub. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll er die insgesamt zehn Frauen um umgerechnet knapp 1000 Dollar betrogen haben. Gegen Paul Gonzales wird nun unter anderem wegen Erpressung und Großdiebstahl ermittelt. Bereits im Juli wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen und er wurde festgenommen.

Genugtuung für Opfer

Mehrere seiner Opfer gaben jetzt in Interviews preis, wie das jeweilige Date mit dem vermeintlichen Traummann abgelaufen ist. Marjorie Moon erzählte unter anderem der "Washington Post", wie sie auf Gonzales reinfiel. Die beiden hätten sich im Internet kennen gelernt und dann sogar Bilder ihrer Kinder geteilt. Außerdem hätten sie über ihre Vorliebe für gutes Essen geschrieben. Dann, beim ersten und letzten Date, habe Gonzales richtig reingehauen: Ein Hühnchengericht und vier Hummerschwänze habe er nach Aussage von Marjorie verdrückt. Dazu noch eine gute Flasche Wein und zum krönenden Abschluss noch ein Soufflé zum Nachtisch. Bevor die Rechnung kam, sagte er ihr, er müsse kurz telefonieren. Nachdem sie einige Zeit gewartet habe, fragte sie irgendwann den Kellner, ob er wüsste, wo ihre Verabredung abgeblieben sei. Er sei schon los, antwortete daraufhin der Kellner. "Ich konnte es nicht fassen. Ich gab dem Kellner meine Kreditkarte und sagte ihm ich wolle nur noch nach Hause. 250 Dollar später war ich dann aus der Tür raus", fährt sie fort.

So wie Marjorie soll es noch mindestens neun anderen Frauen ergangen sein. Eine Frau, die allerdings anonym bleiben will, sagte "CBS", sie würde sich darüber freuen, dass Gonzales jetzt mit einer langen Haftstrafe rechnen muss. "Ich hoffe, er bekommt, was er verdient", sagte sie. 

Seit Anfang der Woche muss sich Gonzales nun vor Gericht verantworten. Die Chancen, dass der Zechenpreller in naher Zukunft wieder die gehobene Küche genießen kann sind gering. Aber immerhin muss er sich nach dem Essen im Knast nicht immer wieder eine neue Entschuldigung dafür überlegen, um die Zeche zu prellen.

lui
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