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England Putzfrau rechnet mit einer Trauerkarte mit dem Ex-Chef ab: "Sie sind ein A****"


Vier Monate arbeitet eine Putzfrau aus England in einem Hotel in Blackpool. Dann hat sie genug. Auf einer Trauerkarte rechnet sie mit ihrem alten Arbeitgeber ab. Darin erhebt sie schwere Vorwürfe. 

Vier Monate reichten Lisa Bell. Nach so kurzer Zeit hatte die 40-jährige Putzfrau genug von ihrem Arbeitgeber, dem Lyndene Hotel in Blackpool. Die Arbeitsbedingungen konnte sie einfach nicht mehr ertragen. Sie hätte dort während ihrer sechsstündigen Schichten nur drei zehnminütige Pause nehmen dürfen. Außerdem sei es ihr in dieser Zeit nicht erlaubt gewesen, sich hinzusetzen. So zumindest erzählt Bell es der "Manchester Evening Press".

Die britische Lokalzeitung berichtete nun über die Frau aus dem Norden Englands, weil sie im Netz mit ihrer Abrechnung mit ihrem Chef viral ging. Auf Facebook veröffentlichte sie eine Trauerkarte, die sie am Dienstag verschickt hatte. Darin schreibt sie: "Wie Sie vielleicht merken, bin ich heute nicht auf der Arbeit. Das liegt daran, dass Sie ein A**** sind – und ich mir einen neuen Job gesucht habe."Eigentlich hätte sie bereits vor einer Woche Bescheid geben wollen. Nur habe ihr Chef noch nicht einmal persönlich mit ihr reden können. "Ich hasse es, dass ich sogar während meiner unbezahlten Pause ausspioniert werde. Wenn Sie beide auch sechs Stunden auf den Beinen wären, würden Sie sich vielleicht auch mal gerne hinsetzen wollen", schreibt die Mutter abschließend.

England: Hotel äußert sich bei Facebook

Laut "Manchester Evening Press" habe Lisa schon länger unter den Arbeitsbedingungen gelitten. Sie hätte sich auf der Toilette Wasser zum Trinken holen müssen. Zudem sei sie sogar einmal zurechtgewiesen worden, weil sie sich während ihrer Pause auf den Boden gesessen habe.

Indes reagierte das Lyndene Hotel in einem Facebook-Post auf die Vorwürfe. Darin bedauerte das Hotel die Angelegenheit: "Es tut uns leid, diese Kommentare zu lesen und dass sie sich nicht in der Lage sah, diese Angelegenheiten direkt mit dem Hotel-Management zu besprechen. Wir würden gern persönlich mit ihr darüber reden und auf ihre Beschwerden reagieren."Lisa Bell kann die Stellungnahme allerdings egal sein. Sie hat mittlerweile einen neuen Job, wie sie "Manchester Evening Press" sagte. Dort sei sie sehr zufrieden. Ihre neuen Chefs hätten sogar über die Aktion mit der Trauerkarte gelacht – und ihr einen Kaffee ausgegeben.

Quellen: Facebook / Manchester Evening News

rpw

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