Ai, was auf Japanisch "Liebe" bedeutet, hatte nach Angaben der Universität an Studien zu Wahrnehmung, Lernen und dem Gedächtnis teilgenommen, die zu einem besseren Verständnis der Intelligenz von Primaten beitrugen. "Ai war sehr neugierig und beteiligte sich aktiv an diesen Studien" und trug so zu dabei, verschiedene Aspekte des Gedächtnisses von Schimpansen zu verstehen, wie es in einer Mitteilung des Forschungszentrums hieß.
Neben Schriftzeichen und Buchstaben konnte die Schimpansin nach Angaben des Primatenforschers Tetsuro Matsuzawa Zahlen zwischen 0 und 9 sowie elf verschiedene Farben erkennen. In einer Studie wurde Ai ein Computerbildschirm mit dem chinesischen Zeichen für pink gezeigt, daneben waren ein pink- und ein lilafarbenes Rechteck zu sehen. Ai habe das passende Rechteck ausgewählt, berichtete Matsuzawa.
Die Schimpansin war 1977 aus Westafrika an die Universität Kyoto gekommen. Ihre herausragenden Fähigkeiten machten sie zum Thema zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten, die unter anderem im Fachmagazin "Nature" erschienen. Medien feierten sie als "Genie".