"Die Spaltung der Christenheit schwächt unsere Fähigkeit, Träger des Friedens zu sein", führte das Oberhaupt der Katholischen Kirche demnach weiter aus. Die Einheit beider Kirchen "im Auftrag einer erfolgreichen Evangelisierung" sei für ihn immer ein großes Thema gewesen. Dabei habe es zwar Fortschritte gegeben, zuletzt seien aber "neue Probleme" aufgetreten. Worin die Probleme bestehen, ließ der Papst offen.
Die Audienz im Vatikan fand 60 Jahre nach einem historischen Treffen zwischen dem damaligen anglikanischen Erzbischof Michael Ramsey und Papst Paul VI. statt. Das damalige Treffen war das erste auf dieser Ebene seit der Gründung der Anglikanischen Kirche im 16. Jahrhundert, als König Heinrich VIII. mit Rom brach.
Seit 2014 dürfen Frauen in der Anglikanischen Kirche Bischöfinnen werden, was die katholische Kirche ablehnt. Die Anglikanische Kirche zählt rund 85 Millionen Mitglieder in mehr als 165 Ländern. Ihr weltliches Oberhaupt ist König Charles III.
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