„Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in der Schule“, erklärte die BKK-Vorsitzende Anne-Kathrin Klemm. „Und genau dort brauchen sie Gesundheitsangebote und eine verlässliche Ansprechperson.“ Dafür brauche es einen Schulgesundheitspakt von Bund und Ländern, forderte sie. „Für eine langfristige Gegenfinanzierung könnte die von der Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagene Zuckersteuer genutzt werden.“
Schulgesundheitsfachkräfte könnten Beschwerden einschätzen, leisteten erste Hilfe, begleiteten und unterstützten Kinder mit chronischen Erkrankungen und stärkten Inklusion, erklärte die Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerates, Jana Luntz. Dadurch würden Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Arztpraxen und das Gesundheitssystem entlastet.
Viele Familien erlebten, dass Schule Kinder an körperliche, psychische und soziale Belastungsgrenzen bringe, erklärte der Vorsitzende des Bundeselternrates, Norman Heise. Dauerhafter Druck führe zu Überforderung und gesundheitlichen Problemen, gleichzeitig fehlten Zeit, Personal und niedrigschwellige Hilfe. „Schulgesundheitsfachkräfte können diese Lücke schließen, entlasten Familien, unterstützen Lehrkräfte und bieten Kindern eine verlässliche Anlaufstelle im Alltag.“