Die Frau und der Mann seien zusammen Schwimmen gegangen, als sie von dem Hai attackiert wurden, sagte der Polizist Timothy Bayly bei einer Pressekonferenz. Ein Passant habe dem Mann einen provisorischen Druckverband angelegt und so vermutlich sein Leben gerettet, sagte Joshua Smyth vom Rettungsdienst in New South Wales. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten dann ins Krankenhaus. Rettungsschwimmer seien in der abgelegenen Gegend nicht im Einsatz, sagte Steven Pearce von der australischen Wasserrettungsorganisation Surf Life Saving im Sender 2GB.
Die Behörden gehen davon aus, dass der Angriff von einem Bullenhai verübt wurde. Bullenhaie werden bis zu 2,3 Meter lang und sind die einzigen großen Haie, die auch in Süßwasser überleben können. Sie sind daher nicht nur im Ozean, sondern auch in Flüssen und Seen anzutreffen. Der Bullenhai wird neben dem Weißen Hai und dem Tigerhai für die meisten Haiangriffe auf Menschen in Australien verantwortlich gemacht.
Seit 1791 hat es in Australien mehr als 1280 Zwischenfälle mit Haien gegeben, mehr als 250 davon endeten tödlich. Im September war ein Surfer an einem beliebten Strand in Sydney von einem Weißen Hai getötet worden.