Ein von Lee veröffentlichtes Video zeigte Einsatzkräfte, die sich unter einem Zeltdach um vier auf Krankentragen und in Thermo-Decken gewickelte Männer kümmern. Vor ihrer Rettung hatten die Männer über Hunger und Schmerzen geklagt.
Auf der Suche nach Gold waren sieben Dorfbewohner am 20. Mai in die weitverzweigte Höhle in einer abgelegenen Gegend von Xaysomboun im Zentrum von Laos hinabgestiegen. Bei einer Sturzflut drang Wasser ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Helfer hatten seitdem unablässig Wasser abgepumpt, um Rettern den Zugang zu ermöglichen. Eine Woche später wurden am Mittwoch fünf der Männer in einem engen Schacht in rund 300 Metern Entfernung vom Höhleneingang entdeckt.
Der am Freitag gerettete Mann berichtete in einem online veröffentlichten Video, die zwei noch Vermissten seien etwa 500 Meter tiefer in die Höhle hinabgestiegen als er. Auf die Frage, ob sie noch am Leben seien, antwortete er: „Ich befürchte, es ist dort zu kalt.“
An dem Rettungseinsatz sind Taucher aus mehreren Ländern beteiligt. Der Fall erinnert an die dramatische Rettungsaktion für eine Jugend-Fußballmannschaft aus der überfluteten Tham-Luang-Höhle in Nordthailand im Jahr 2018. Zwölf Spieler und ihr Trainer hatten damals zweieinhalb Wochen in der überschwemmten Höhle festgesessen, bis sie schließlich in einem riskanten Einsatz gerettet werden konnten.