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Teuerster deutscher Film "Cloud Atlas" Favorit bei Lolas


Der mit Top-Stars wie Tom Hanks und Halle Berry besetzte Film "Cloud Atlas" hat alle Chancen, beim diesjährigen Deutschen Filmpreis zum großen Abräumer zu werden.

Der mit Top-Stars wie Tom Hanks und Halle Berry besetzte Film "Cloud Atlas" hat alle Chancen, beim diesjährigen Deutschen Filmpreis zum großen Abräumer zu werden. Mit neun Nominierungen für die begehrten Lolas geht die Literaturverfilmung als Favorit in die am 26. April anstehende Verleihung. Mit acht Nominierungen für die Tragikomödie "Oh Boy" folgt das Erstlingswerk von Regisseur Jan Ole Gerster knapp dahinter.

Der Deutsche Filmpreis ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt rund drei Millionen Euro dotiert, es ist die renommierteste Auszeichnung für Filmschaffende hierzulande.

"Cloud Atlas" ist mit Kosten von 100 Millionen Dollar der mit Abstand teuerste deutsche Film, der je produziert wurde. Regisseur Tom Tykwer setzte zusammen mit den US-Regisseuren Andrew und Lana Wachowski ("Matrix"-Trilogie) das Buch "Der Wolkenatlas" von David Mitchell in einer monumentalen Verfilmung um. Der internationale Publikumserfolg des Films blieb bisher aber eher mäßig. Die Filmpreis-Verantwortlichen nominierten den Film unter anderem in der Kategorie Bester Film und Beste Regie, auch für eine Publikums-Lola ist "Cloud Atlas" nominiert.

Das achtfach nominierte "Oh Boy", das Spielfilmdebüt von Jan Ole Gerster, ist ebenfalls als bester Film nominiert. Zudem ist Hauptdarsteller Tom Schilling als bester männlicher Hauptdarsteller nominiert und Gerster als bester Regisseur.

Margarethe von Trotta bekam für den Film "Hannah Arendt" sechs Nominierungen, darunter ebenfalls für die Regie-Lola und den besten Film. Barbara Sukowa ist für "Hannah Arendt" zudem als beste Hauptdarstellerin nominiert. Sie konkurriert in dieser Kategorie mit Birgit Minichmayr ("Gnade") und Martina Gedeck ("Die Wand"). Bei den Männern sind neben Schilling Edin Hasanovic ("Schuld sind immer die Anderen") und Sabin Tambrea ("Ludwig II.") als beste Hauptdarsteller nominiert.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) forderte bei der Präsentation der Nominierungen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF auf, sich weiter an der Filmfinanzierung zu beteiligen.

"Die Sender haben einen eindeutigen Kulturauftrag und damit eine herausgehobene Verantwortung, zur Sicherung von deutschen und europäischen Filmproduktionen beizutragen", erklärte Neumann. Es sei nicht zu akzeptieren, dass einige der Sender ihre Finanzierungsbeiträge kürzen oder sich teilweise ganz aus Produktionen zurückziehen. "Deutsche Filmproduktionen gehören genauso zur besten Sendezeit ins Programm wie sportliche Großereignisse", erklärte Neumann.

Schon die reine Nominierung zahlte sich für die Filmverantwortlichen aus. Sechs Spielfilme erhalten 250.000 Euro, neben den drei am häufigsten nominierten Filmen sind dies noch "Lore", "Quellen des Lebens" und "Die Wand". Je 125.000 Euro erhalten für ihre Nominierung die Kinderfilme "Das Haus der Krokodile" und "Kaddisch für einen Freund". Die drei Dokumentarfilme "More than honey", "Vergiss mein nicht" und "Die Wohnung" erhalten für ihre Nominierung je 100.000 Euro.

AFP AFP

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