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Polizeieinsätze in Dresden Pegida-Demos kosten Steuerzahler Millionen Euro


Wo Pegida-Anhänger auf die Straße gehen, ist der Gegenprotest nicht weit. Um die Demonstrationen zu sichern, werden viele Polizeikräfte gebraucht. Sachsen veröffentlicht nun Zahlen zu den Einsätzen.

Die polizeiliche Sicherung der wöchentlichen Pegida-Demonstrationen kostet den Steuerzahler Millionen Euro. Wie das sächsische Innenministerium mitteilte, sind bislang 80.000 Arbeitsstunden für die Polizei im Rahmen der Pegida-Kundgebungen und Gegendemonstrationen in Dresden angefallen. Dabei geht es ausschließlich um die Einsatzzeiten während der Veranstaltungen. Die Vor- und Nachbereitungszeiten wurden nicht berücksichtigt.

Zu den genauen Kosten machte das Ministerium keine Angaben. Diese würden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel im Haushalt abgedeckt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Sachsen, Hagen Husgen verwies dazu auf das Sächsische Kostenverzeichnis. Demnach kostet eine angefangen halbe Polizeistunde 18 Euro. Daraus berechnet er Gesamtkosten in der Höhe von rund 2,9 Millionen Euro.

Über 200.000 Euro für Bundespolizisten

Husgen warnte vor einer Überbelastung der Beamten. Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) erregten seit Oktober vergangenen Jahres immer wieder auch Gegenprotestes.

Bei den Dresdner Kundgebungen kamen häufig auch Bundespolizisten und Beamte aus anderen Bundesländern zum Einsatz. Für deren Unterbringung in Hotels und landeseigenen Unterkünften mussten laut Innenministerium bis Anfang April 222 665 Euro aufgewendet werden.

fin mit Material von DPA

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