Banja Luka

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Wahlsieger Sinisa Karan (l.) und Milorad Dodik

Dodik-Vertrauter gewinnt Präsidentschaftswahl in serbischer Teilrepublik in Bosnien

Bei der vorgezogenen Präsidentschaftswahl in der serbischen Teilrepublik von Bosnien und Herzegowina hat der Kandidat des abgesetzten bosnischen Serbenführers Milorad Dodik nach Auszählung fast aller Stimmzettel gewonnen. Der ehemalige Innenminister und Dodik-Vertraute Sinisa Karan von der Partei der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD) komme nach dem Teilergebnis von fast 93 Prozent der Stimmen auf 50,9 Prozent, teilte die Wahlkommission am späten Sonntagabend mit. Sein Hauptkonkurrent Branko Blanusa erhielt demnach 47,8 Prozent.
Milorad Dodik und Wladimir Putin bei einem Treffen Anfang Oktober

Nach Absetzung Dodiks: Interimspräsidentin der serbischen Teilrepublik Bosniens gewählt

Rund zwei Monate nach der Absetzung des verurteilten bosnischen Serbenführers Milorad Dodik hat das Parlament der serbischen Teilrepublik von Bosnien und Herzegowina eine Interims-Nachfolgerin gewählt. Die 58-jährige Ana Trisic Babic, ehemalige Vize-Außenministerin von Bosnien und Herzegowina, wurde am Samstag vom Parlament der Republika Srpska in Banja Luka zur Übergangspräsidentin gekürt. Sie ist eine Verbündete Dodiks, in den vergangenen 15 Jahren war sie seine Beraterin. 
Video: Zehntausende Anhänger des bosnischen Serbenführers Dodik auf der Straße

Video Zehntausende Anhänger des bosnischen Serbenführers Dodik auf der Straße

STORY: Am Dienstagabend haben sich Zehntausende Menschen in Banja Luka im Norden von Bosnien und Herzegowina versammelt, um gegen eine angeordnete Neuauszählung in Republika Srpska zu demonstrieren. Bei der Wahl Anfang Oktober hat dem vorläufigen Ergebnis zufolge der bosnische Serbenführer Milorad Dodik vor der Oppositionskandidatin Jelena Trivic gewonnen. Allerdings reklamieren beide den Sieg für sich. Die Opposition wirft dem serbisch-nationalistischen Hardliner Dodik, der auch als Vertrauter des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, gilt, vor, die Abstimmung manipuliert zu haben. Nach heftigen Protesten ordnete die Zentrale Wahlkommission von Bosnien und Herzegowina daher eine Neuauszählung an. Das lehnen die Anhänger von Dodik jedoch vehement ab.