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Amsterdam: Brite zahlt 100 Pfund für Airbnb-Übernachtung – und soll dafür in einem Container schlafen

Es kann schon mal passieren, dass eine gebuchte Unterkunft nicht ganz so schnieke ausfällt, wie man sie sich ausgemalt hatte. Doch was den Briten Ben Speller in Amsterdam erwartete, toppt jede Vorstellung.

Ein Mann steht neben einem am Straßenrand stehenden Container

In diesem Container sollte der Brite wohnen

Wer privat in eine Metropole reist und ein bisschen auf seine Kosten achten will, greift schon mal auf die private Zimmervermietung über Airbnb zurück, statt ein meist recht teures Hotelzimmer zu buchen. So machte es auch Ben Speller, der eine Übernachtungsmöglichkeit vom 8. auf den 9. Mai in Amsterdam brauchte. Bei Airbnb wurde ihm ein "Clean Home In Amsterdam with Private bathroom" angeboten, das 100 GBP für eine Nacht kosten sollte, also knapp 115 Euro. Die eigenwillige Rechtschreibung des Vermieters, der sich Jacob nannte, irritierte Speller nicht, er buchte. In Amsterdam angekommen, stellte sich jedoch heraus, dass die "saubere Unterkunft mit eigenem Bad" so gar nicht dem entsprach, was man sich darunter vorstellt. Ganz im Gegenteil.

In Amsterdam angekommen, sind Speller und seine Begleitung "dreimal mit dem Taxi daran vorbeigefahren", wie er dem niederländischen Fernsehsender AT5 sagte. Denn an der angegebenen Adresse stand kein Haus, sondern war ein Container auf dem Bürgersteig abgestellt. Der Blick ins Innere machte den ernüchternden Eindruck von außen nicht besser: Auf dem Boden lagen Matratzen – und das war's. Der "private bathroom" entpuppte sich als ein Plumpsklo, Wasseranschluss Fehlanzeige.

Speller tat das Einzige, was man in so einer Situation tun kann: Er verschwand und nahm sich ein Hotelzimmer. Der niederländische Fernsehsender ging der Sache nach und fand heraus, dass Speller einem Betrüger zum Opfer gefallen war, der illegal zwei Container in Amsterdam aufgestellt hatte. Wenn auch der "Vermieter" bislang nicht identifiziert werden konnte, hat Speller zumindest seine Mietkosten von Airbnb erstattet bekommen. Der Brite fand die ganze Angelegenheit aber so skurril, dass sie ihm die 100 Pfund fast schon wert gewesen wäre, zitiert die Reiseseite Travelbook einen seiner Facebook-Einträge.

Quellen: AT5, Travelbook

bal
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