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In der Nähe von Moskau : Möwen fliegen in beide Triebwerke - Pilot gelingt sensationelle Notlandung

Ein Flug der russischen Fluggesellschaft Ural Airlines ist knapp einer Katastrophe entgangen. Kurz nach dem Start flogen zunächst Möwen in das linke Triebwerk und schließlich in das rechte. Doch den Piloten gelang eine meisterhafte Notlandung im Maisfeld. 

Ein Flugzeug auf einem grünen Feld, umgeben von verschiedenen Fahrzeugen

Ein russisches Passagierflugzeug mit mehr als 230 Menschen an Bord ist nach einer Kollision mit Vögeln in einem Maisfeld gelandet. Dabei sind 23 Menschen verletzt worden. Der Airbus A321 der Fluggesellschaft Ural Airlines sei am Donnerstag beim Start vom Jukowski-Flughafen in einem Vorort Moskaus in einen Schwarm Möwen geraten, teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazia mit. Wegen des Vogelschlags sei eine Notlandlung mit den 226 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord notwendig geworden.

Mehrere Vögel waren in die Triebwerke des Flugzeugs geraten, wie die Behörde ausführte. Dies habe "bedeutende Funktionsstörungen" ausgelöst, so dass sich die Besatzung für die Notlandung rund einen Kilometer von der Landebahn entfernt entschieden habe. Das Flugzeug sei dabei nicht in Brand geraten.     Nach Angaben des russischen Gesundheitsministeriums wurden 23 Menschen verletzt ins Krankenhaus gebracht, unter ihnen neun Kinder. "Alles ist innerhalb von ein paar Sekunden passiert", sagte die Passagierin Irina Ussatschewa dem Fernsehsender Rossia 24. "Wir sind abgehoben und dann wieder gelandet."

Auszeichnung für Crew der Ural-Airlines-Maschine 

Nach Angaben des örtlichen Büros des Katastrophenschutzministeriums ereignete sich der Unfall gegen 6.20 Uhr Ortszeit beim Start der Maschine in Richtung Simferopol. Wegen der meisterhaften Notlandung sollen der Kapitän des Flugs und seine Crew mit staatlichen Auszeichnungen ausgezeichnet werden, melden russische Medien unter Berufung auf den Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk. 

ivi / AFP
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