Mordanschlag Russischer General in Moskauer Wohnhaus niedergeschossen

Die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Russlands Hauptstadt Moskau
Der Angriff geschah in einem Wohnhaus in Russlands Hauptstadt Moskau
© Ulf Mauder / DPA
Ein Mitglied von Russlands Generalstab kommt nach einem Angriff in Moskau mit mehreren Schusswunden ins Krankenhaus. Der Kreml macht die Ukraine verantwortlich

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In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf einen hochrangigen russischen Militär verübt. Generalleutnant Wladimir Alexejew sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Ein Unbekannter habe mehrfach geschossen und sei anschließend geflohen. Alexejew ist erster stellvertretender Chef des Militärgeheimdienstes GRU. Medienberichten nach ist er schwer verletzt.

Der Vorfall ereignete sich demnach in einem Wohnhaus in der russischen Hauptstadt. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.

Kreml gibt Kiew Schuld

Russlands Außenminister Sergej Lawrow machte die Ukraine für die Schüsse verantwortlich. "Dieser Terroranschlag bestätigt einmal mehr die Ausrichtung des Regimes von (Präsident Wolodymyr) Selenskyj auf ständige Provokationen, die darauf abzielen, den Verhandlungsprozess zum Scheitern zu bringen", sagte Lawrow am Freitag im russischen Fernsehen mit Blick auf die Verhandlungen zu einem Ende der Kämpfe in der Ukraine. 

Dienst in Syrien, Verhandlungen bei Wagner-Waufstand

Alexejew ist laut seiner Online-Biographie stellvertretender Leiter des russischen Generalstabs. Er war während des syrischen Bürgerkriegs für Geheimdiensteinsätze in Syrien verantwortlich – Moskau hatte den mittlerweile gestürzten Machthaber Baschar al-Assad unterstützt.

Nach dem Aufstand der russischen Söldner-Gruppe Wagner gegen die russische Armeeführung 2023 wurde Alexejew mit den Verhandlungen mit dem damaligen Chef der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, betraut.

Nicht das erste Attentat auf Russlands Militärführung

Es ist nicht das erste Mal, dass hochrangige russische Militärs zur Zielscheibe von Attentaten werden. Im April 2025 kam Generalleutnant Jaroslaw Moskalik durch die Explosion einer Autobombe ums Leben. Im Dezember 2024 war mit Igor Kirillow der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen ebenfalls durch einen Bombenanschlag getötet worden. Der ukrainische Geheimdienst bekannte sich zu der Tat. Russland hat die Anschläge als Terrorismus und als Zeichen dafür, dass Kiew nicht an einem Frieden interessiert sei, verurteilt.

DPA · AFP
yks

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