Im vergangenen Jahr haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland so viel Gemüse geerntet wie nie zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. 4,5 Millionen Tonnen Gemüse markieren einen neuen Rekord seit Beginn der Zeitreihe 1990. Gegenüber 2024 viel die Ernte um 8,1 Prozent höher aus, gegenüber dem fünf-Jahres-Durchschnitt zwischen 2019 und 2024 waren es sogar 13,2 Prozent mehr. Dazu dürfte auch eine vergrößerte Anbaufläche beigetragen haben, im Vergleich zum Vorjahr nahm sie um 3,9 Prozent zu und wuchs auf 131.700 Hektar.
Gemüse aus ökologischer Erzeugung nimmt zu
Auch die Erntemenge von Gemüse aus ökologischer Erzeugung ist 2025 gegenüber dem Vorjahr gestiegen, um 12,6 Prozent. Die Anbaufläche wuchs um 6,4 Prozent. Insgesamt wurden auf rund 20.600 Hektar ökologisch genutzter Fläche rund 597.000 Tonnen Gemüse geerntet. Das entsprach einem Anteil von 13,2 Prozent an der gesamten Erntemenge. Gegenüber dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 2019 bis 2024 wuchs die ökologisch genutzte Anbaufläche um 17,3 Prozent und die Menge an geerntetem Gemüse um 33,7 Prozent.
Beim Gemüse aus ökologischer Erzeugung hatten Karotten mit 3.340 Hektar die größte Anbaufläche, gefolgt von Speisekürbissen mit 2.200 Hektar.
Speisezwiebeln erstmal mit größter Erntemenge
Die Speisezwiebel war im letzten Jahr erstmals die Gemüseart mit der größten Erntemenge. Rund 903.300 Tonnen wurden 2025 von ihr geerntet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 21,4 Prozent. Die Karotte wurde auf den zweiten Rang verwiesen, auf sie entfielen 865.700 Tonnen, ein Anstieg um 1,8 Prozent gegenüber 2024. Dahinter folgt Weißkohl mit 507.500 Tonnen (plus 18,8 Prozent) und Einlegegurken mit 197.600 Tonnen (minus 7,5 Prozent).