stern Ärzteliste 2026
So haben wir ausgezeichnete Ärzte für Sie ermittelt: Unsere Methodik

Der stern hat ausgezeichnete Ärzte in zahlreichen Fachbereichen gekürt
Der stern hat ausgezeichnete Ärzte in zahlreichen Fachbereichen gekürt
© FatCamera / Getty Images
In einer aufwendigen, mehrstufigen Recherche hat der stern gemeinsam mit dem Munich Inquire Media (MINQ) ausgezeichnete Ärzte ermittelt. Und so haben wir das gemacht:

Was macht einen guten Arzt aus? Ausbildung, Erfahrung oder Wissen? Es gibt nicht den einen Faktor. Kompetenzen lassen sich auch nicht einfach nach einer Formel addieren. Es geht um ein Gesamtbild. So wie sich der Patient wünscht, dass der Mediziner nicht nur auf das eine Organ schaut, sondern den ganzen Menschen in den Blick nimmt. Das ist der ganzheitliche Ansatz der stern-Listen.  

Mehr als 390.000 Ärztinnen und Ärzte behandeln in Deutschland Patientinnen und Patienten – eine schwer zu überschauende Zahl. Gerade bei ernsteren Indikationen ist der Orientierungsbedarf groß. Hier helfen die Tabellen. Sortiert nach 101 Fachbereichen nennen wir 3588 Spezialisten. Weil einige mehrfach vertreten sind, gibt es insgesamt 4053 Empfehlungen.  

Hier finden Sie alle Ärzte-Tabellen

Das Institut 

Munich Inquire Media (MINQ) ist ein unabhängiges Rechercheunternehmen mit Sitz in München. Dessen Team aus Medizinjournalisten und Datenbankspezialisten erstellt seit mehr als 25 Jahren renommierte Listen zu medizinischen Spezialisten und Kliniken. „Wir orientieren uns strikt an den Interessen der Patienten“, sagt Geschäftsführer Karl-Richard Eberle. „Unsere Unabhängigkeit ist unsere Stärke“, ergänzt sein Kollege Marc Langner.

stern Ärzteliste 2026: So haben wir ausgezeichnete Ärzte für Sie ermittelt: Unsere Methodik

Unser Vorgehen 

Am Anfang stehen zwei Leitfragen: Welche Indikatoren sind gut geeignet, um die Qualität in einem Bereich der Medizin zu ermitteln? Und wer erfüllt diese Kriterien in herausragender Art und Weise? Grundsätzlich kann jeder Mediziner in die Liste aufgenommen werden, der in einer Praxis oder einem Krankenhaus tätig ist. Bei psychischen Erkrankungen werden zusätzlich Psychologen berücksichtigt. 

Ausgangspunkt der Recherche sind alle Fachärzte. Besonderes Augenmerk gilt Vorstandsmitgliedern von Fachgesellschaften, Verfassern von Leitlinien oder Prüfern für anerkannte Zertifikate. Auch der Umfang der Publikationen und die Höhe der Fallzahlen sind relevant. Alle infrage kommenden Namen gelangen in den Recherchepool. Parallel wird in mehreren Strängen vorgegangen. 

Die Reputation der Ärzte wird in persönlichen, vertraulichen Interviews mit anderen Medizinern hoher Expertise im evaluierten Fachgebiet ermittelt. Die Gespräche werden nach einheitlichen Leitfäden geführt und in einer Datenbank dokumentiert. Reine Onlineempfehlungen werden bei der Bewertung nicht berücksichtigt. 

Auch die Sicht der Patienten wird in einem breiten Ansatz zusammengetragen – etwa durch die Befragung von Selbsthilfegruppen und Patientenverbänden. Gradmesser für die wissenschaftliche Tätigkeit sind die Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Fachmedien. MINQ erhebt dazu die Zahl der Einträge in der Fachdatenbank „PubMed“ aus den vergangenen fünf Jahren. Auch die Befugnis zur Weiterbildung ist ein Indikator, da Ärzte, die andere schulen dürfen, über besondere Kenntnisse, Erfahrungen und Ausstattung verfügen müssen. Ebenso lassen Zertifikate, die an strenge Bedingungen geknüpft sind, auf eine gute Qualität schließen. Zudem werden die Ärzte aus dem Recherchepool selbst um die Beantwortung eines mit Experten entwickelten Fragebogens gebeten. 

Die Auswahl 

Ob ein Spezialist in eine Liste aufgenommen wird, entscheiden allein die Redakteure bei MINQ. Dabei sind mindestens zwei Personen beteiligt (Vieraugenprinzip). Das Votum wird begründet und dokumentiert. Mindestvoraussetzung sind fünf positive Bewertungen durch andere Ärzte in den Interviews. Dazu kommen die Ergebnisse der Recherchen. Dabei werden reine Serviceaspekte – etwa kostenlose Parkplätze – nicht berücksichtigt. Das Ergebnis sind positive Empfehlungen anhand der genannten Kriterien und sorgfältiger Recherche. Das bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass die Qualifikation aller -anderen, ungenannten Ärzte angezweifelt wird.  

Transparenz 

Die Entscheidungen zur Aufnahme in die Listen treffen ausschließlich Journalisten. Die Methodik hat die stern-Redaktion geprüft und freigegeben. Nach der Veröffentlichung können die Ausgezeichneten für ihre Außendarstellung ein Siegel erwerben. Genaue Informationen dazu finden Sie unter diesem Link.

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