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VW-Führungskrise "Die Luft um Vorstandschef Martin Winterkorn wird dünn"


Experten erwarten einen erbitterlichen Machtkampf im Hause VW. Branchenkenner Ferdinand Dudenhöffer sieht die Tage von Martin Winterkorn als Vorstandschef bei VW gezählt.

Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht die Tage von Martin Winterkorn als Vorstandschef bei VW gezählt. "Seit Samstag dürfte VW-Chef Winterkorn jedenfalls kaum noch Freunde im VW-Vorstand haben. Nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch öffentlich von seinem engen Wegbegleiter abgerückt ist, wird die Luft um Winterkorn dünn", sagte Dudenhöffer der "Passauer Neuen Presse" (Montag). "Herr Winterkorn konnte die VW-Probleme nicht lösen. Piëch traut Winterkorn nicht zu, den VW-Konzern in die Zukunft zu führen", sagte der Professor an der Universität Duisburg-Essen und Leiter CAR-Center Automotive Research.

Dudenhöffer erwartet erbitterten Machtkamp

Dudenhöffer erwartet im Konzern einen erbitterten Machtkampf, nachdem nun auch die Porsche-Familie auf Distanz zu Piëch gegangen ist. "Piëch wird auch diesen Machtkampf gewinnen. Wer sich hinter Winterkorn stellt, wird am Ende verlieren. Die Porsche-Familie hat sich schon in der Vergangenheit nicht durchsetzen können", sagte Dudenhöffer. "VW-Pkw ist der schwächste im Verbund der Großen. Jetzt will Piëch offenbar handeln."

Für den Automobil-Experten sind die Probleme der Marke VW-Pkw, dem Herzstück des Konzerns, "ganz offensichtlich". Während Toyota im vergangenen Jahr pro Fahrzeug 1647 Euro Gewinn oder 8,6 Prozent Umsatzrendite erzielt habe, dümpele VW-Pkw bei 540 Euro oder 2,5 Prozent Umsatzrendite vor sich hin. Sehr dünn sei auch der VW-Pkw-Vergleich mit GM oder Ford. Beide US-Unternehmen arbeiteten in ihrem Kerngeschäft deutlich profitabler als VW.

lib/DPA DPA

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