An der Kasse Aldi will weiter Bares sehen


Während man in den meisten Supermärkten mit EC-Karte zahlen kann, hat sich Discount-Riese Aldi dagegen entschieden. Dort muss weiterhin Bargeld auf den Kassentisch, Kartenzahlung sei zu teuer und zeitaufwändig.

An den Kassen von Deutschlands führendem Discounter Aldi müssen Kunden auch künftig ausschließlich mit Bargeld bezahlen. Der Branchenprimus verzichte derzeit auf die Einführung der Kartenzahlung, teilte Aldi Süd am Donnerstag in Mülheim mit. "Für uns ist Kartenzahlung erstmal kein Thema", hieß es auch bei dem Schwesterunternehmen Aldi Nord in Essen. An den Kassen von Aldi-Konkurrenten wie Lidl, Plus und Penny können Kunden bereits mit Karte bezahlen.

Der Discounter begründete die Entscheidung mit Verzögerungen an den Kassen und zurzeit hohen Gebühren für das Unternehmen bei einer Nutzung der Karten. Diese zusätzlichen Kosten schlügen sich auf die Preise nieder und gingen damit zu Lasten der Verbraucher, hieß es. Aldi beobachte jedoch weiterhin die Entwicklung bei den Bankgebühren und der Technik. "Erst wenn alle Vorbehalte gegenüber der Kartenzahlung ausgeräumt sind, möchten wir unseren Kunden diese Form der Zahlung anbieten", teilte das Unternehmen mit.

Bargeld hemmt bei Hochpreis-Käufen

Nach Branchenschätzungen landet bereits jeder dritte Euro im deutschen Lebensmittelhandel in den Kassen der Discounter. Vor allem beim Verkauf von Computern und anderen Artikeln mit hohen Preisen gilt der Bargeldgrundsatz als Hemmnis. Der zweitgrößte deutsche Discounter Lidl hatte im Frühjahr dieses Jahres seinen Kunden Kartenzahlung an den Kassen ermöglicht. Branchenkenner waren zunächst davon ausgegangen, dass Rivale Aldi bald nachziehen werde.


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