Depotgebühren Aufbewahrung von Fondsanteilen: So geht's


Je nachdem, wo ein Anleger seine Fondsanteile aufhebt, gibt es für ihn verschiedene Vor- und Nachteile. Hier können Sie herausfinden, ob Investmentkonto, Bankdepot oder Abwicklungsplattform zu Ihnen passen.

Die Allgemeine Deutsche Direktbank (Diba) beschreibt die wesentlichen Vor- und Nachteile der drei unterschiedlichen Möglichkeiten der Aufbewahrung:

Das Bankdepot

Der Anleger kauft seine Fondsanteile über eine Bank und führt sie dort wie Aktien oder Bundesanleihen im Depot. In herkömmlichen Depots werden laut Diba allerdings nur ganze Anteilsscheine gutgeschrieben, keine Bruchstücke. Die Möglichkeit, jeden Monat einen festen Betrag zu investieren, entfällt damit. Dafür fallen Depotgebühren an. Hinzu kommt, dass bei einem Tausch der Fondsanteile die Bank grundsätzlich den vollen Ausgabeaufschlag in Rechnung stellt, auch dann wenn es sich um Fonds derselben Gesellschaft handelt. Auch bei der Wiederanlage von ausgeschütteten Erträgen wird meist erneut ein Teil des Aufschlags fällig.

Das Investmentkonto

In diesem Fall lässt der Anleger die Fondsanteile direkt auf einem Investmentkonto der jeweiligen Gesellschaft verwalten. Dort werden die Anteile den Angaben zufolge mit bis zu vier Stellen nach dem Komma verbucht. Zum Beispiel: Für 100 Euro gibt es bei einem Ausgabepreis von 73,62 Euro 1,3583 Anteile. Wer monatlich immer denselben Betrag spart, kauft bei vergleichweise niedrigen Börsenkursen automatisch mehr Anteile, bei hohen Kursen entsprechend weniger. Außerdem verzichten bisher noch viele Investmentgesellschaften auf Depotgebühren und bei einem Wechsel von einem Fonds in einem anderen fällt oft nur ein Bruchteil des sonst üblichen Aufschlags als Tauschgebühr an. Schüttet ein Fonds Erträge aus, werden diese automatisch und kostenlos in neuen Anteilen angelegt. Allerdings hat auch diese Variante einen Nachteil: Wer Fonds mehrerer Gesellschaften hält, benötigt auch mehrere Konten und kann dabei schnell den Überblick verlieren.

Die Abwicklungsplattform

Um die Übersicht zu behalten, können Anleger sämtliche Bestände auf eine so genannte Abwicklungsplattform übertragen. Dabei ist es laut Diba möglich, nahezu alle Topfonds verschiedener Gesellschaften in einem Konto zu führen - häufig bereits ab einer Mindestanlage von 500 Euro. Sinn macht der Wechsel allerdings nur, wenn bei mindestens drei oder vier verschiedenen Adressen Fonds gehalten werden. Denn den zusätzlichen Service gibt es nicht umsonst. Meist fallen zusätzlich zum Ausgabeaufschlag Depotgebühren und Transaktionsgebühren an. Hinzu kommt, dass auch die Plattformen bisher längst nicht alle Wünsche der Anleger erfüllen. So sind börsengehandelte Indexfonds bisher nur im Ausnahmefall erhältlich. Und bei einem Tausch von Fonds der Gesellschaft A in Fonds der Gesellschaft B vergehen mitunter noch immer mehrere Börsentage. Anlegern, denen es vor allem auf Schnelligkeit ankommt, sind deshalb unter Umständen mit einem traditionellen Bankdepot besser bedient.


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