HOME

EXPERTENTIPP: Änderungen bei Entfernungspauschale

Wer sich jetzt an die Einkommensteuererklärung macht, sollte beachten, dass bei der Entfernungspauschale die Höchstgrenze von 5.112 Euro auch überschritten werden kann.

Schon mit Wirkung vom 1. Januar 2001 war die frühere Kilometerpauschale für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von 70 auf 80 Pfennig (ab 2002: 0,40 Euro) angehoben und in eine verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale umgewandelt worden. »Die Anhebung erfolgte allerdings abgestuft. Die Entfernungspauschale beträgt wie vorher beim Pkw 0,36 Euro für die ersten zehn Kilometer und 0,40 Euro für jeden weiteren Kilometer. Dabei ist der Ansatz der Fahrtkosten grundsätzlich auf 5.112 Euro pro Jahr begrenzt.«

Nachweis des Fahrzeugs

Nun gelten laut Steuerzahlerbund folgende Besonderheiten: »Bei Benutzung eines Pkw oder öffentlicher Verkehrsmittel für die Fahrt zu Arbeit kann der Höchstbetrag von 5.112 Euro überschritten werden.« Arbeitnehmer, die den eigenen oder einen zur Nutzung überlassenen Pkw benutzen, müssen dann nachweisen oder glaubhaft machen, dass sie die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit dem Auto zurückgelegt haben.

Mehr Geld für 'Öffis'

Werden öffentliche Verkehrsmittel benutzt, kann ein höherer Betrag angesetzt werden, wenn die tatsächlichen Aufwendungen über 5.112 Euro hinaus gehen.

'Umweg' neu definiert

Bei Benutzung eines Kraftfahrzeugs wurde wieder zugelassen, dass eine andere als die kürzeste Straßenverbindung zu Grunde gelegt werden kann. Voraussetzung: Diese Strecke ist offensichtlich verkehrsgünstiger und wird vom Arbeitnehmer regelmäßig für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzt. »Dies gilt auch, wenn der Arbeitnehmer ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt, dessen Linienführung über die verkehrsgünstigere Straßenverbindung erfolgt.«

Fahrgemeinschaften profitieren

Bei Fahrgemeinschaften kann jeder Teilnehmer die Entfernungspauschale geltend machen. Dabei ist allerdings beachten, dass die Höchstgrenze von 5.112 Euro nur überschritten werden kann, wenn man selbst gefahren ist.

Ausnahme: Unfallkosten

Durch die neue Entfernungspauschale sind grundsätzlich sämtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entstehen. Eine Ausnahme gibt es jedoch für Unfallkosten. Hat es auf dem Weg zur Arbeit gekracht, dann können Unfallkosten als außergewöhnliche Kosten auch weiterhin neben der Entfernungspauschale angesetzt werden.