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Pendlerpauschale: Autofahrer können noch hoffen

Die Autofahrerlobby hat erfolgreich gegen die von Finanzminister Eichel angedachte Bevorzugung von Bus und Bahn Front gemacht. Die Deutschen wären allerdings sofort bereit, mehr Bahn zu fahren, wenn es kostenlos wäre.

Angesichts wachsender öffentlicher Kritik sollen die Pläne der rot-grünen Bundesregierung zur Kürzung der Entfernungspauschale korrigiert werden. Dies kündigten Politiker von SPD und Grünen an. Große Chancen werden dabei dem von den Grünen favorisierten Vorschlag eingeräumt, die Pauschalen für den Weg zum Arbeitsplatz allgemein auf etwa 15 oder 20 Cent zu halbieren. Empörung nicht nur bei den Autofahrerverbänden, sondern auch quer durch alle Parteien hatte die Überlegung, die Einschnitte bei der Pendlerpauschale nur für Autofahrer umzusetzen und Nutzer der öffentlichen Nahverkehrsmittel auszunehmen, hervorgerufen.

Vor diesem Hintergrund ist interessant, wie positiv die Deutschen einer verstärkten Nutzung von öffentlichen verkehrsmitteln gegenüberstehen - allerdings nur mit finanziellen Boni: Wenn Busse und U-Bahnen kostenlos wären, würden nach einer Umfrage die meisten Deutschen ihr Auto oft stehen lassen. In der repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Wissensmagazins 'P.M.' sagten 80 Prozent der Frauen und 72 Prozent der Männer, sie würden dann in der Stadt "wann immer es möglich ist" auf ihr Auto verzichten. Dennoch bleibt das Auto nach Meinung von 86 Prozent der 1000 Befragten auch in Zukunft das wichtigste Verkehrsmittel.

Kostenlos mit Bus und U-Bahn - würden Sie Ihr Auto dann stehen lassen?

Markt für Fahrräder und Motorroller

80 Prozent glauben allerdings, dass Fahrräder und Motorroller in Städten immer größere Bedeutung bekommen werden. Fast die Hälfte (45 Prozent) der Deutschen unter 30 hat es so eilig, dass sie sich am liebsten "beamen" lassen würde - wie im Science-Fiction-Film.

Die Deutschen halten sich selbst generell für sehr mobil. 89 Prozent meinen, dass Menschen künftig viel häufiger aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln werden, und 39 Prozent hätten selbst auch kein Problem damit. Jeder Dritte (36 Prozent) würde auch gern im Ausland arbeiten und leben.

Eichel knickt ein - wenn trotzdem gespart wird

Laut dem modifizierten Vorschlag zur Kürzung der Pendlerpauschale soll, wie es hieß, vor allem die von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) eingebrachte steuerliche Bevorzugung von Fernpendlern vermieden werden. Auch sollen Autofahrer nicht schlechter gestellt werden als Bahn- und Busbenutzer. Der Minister ist nach Aussage seines Sprechers zu Änderungen bereit, sofern die Einsparsumme von drei Milliarden Euro zum Abbau des Haushaltsdefizits hereinkommt.

Sorge um die Flächenländer

Kritik an dem von Eichel eingebrachten Modell kam jetzt sogar aus der Bundesregierung: Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) warnte vor einer Diskriminierung der Autofahrer. "Es muss darauf geachtet werden, dass in Regionen ohne leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr keine Benachteiligungen für Pkw-Fahrer eintreten", sagte Stolpe der 'Bild'-Zeitung. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber bekräftigte die Drohung der Union, die Kürzungspläne für Autofahrer im Bundesrat abzulehnen.

Anfang September wollen führende Finanz- und Umweltfachleute der Koalitionsfraktionen in einer Arbeitsgruppe erstmals zusammen kommen, um entsprechende Änderungen - als Ausschnitt des so genannten Sparpakets (Haushaltsbegleitgesetz) - zu beschließen.

Kabinettsbeschluss: Bahn- und Bustickets im rahmen der Steuererklärung absetzbar

Nach dem jüngsten Kabinettsbeschluss ist bisher geplant, die Pauschale von 40 Cent nur noch vom 21. Entfernungskilometer an zu gewähren. Im Nahverkehr soll sie ganz gestrichen werden, wobei Bahn- und Bustickets im Rahmen der allgemeinen Steuererklärung abgerechnet werden können. Solche Möglichkeiten hätten Autofahrer mit ihren Tankquittungen nicht. Seit 2001 beträgt die Pauschale, die ja solche Kostennachweise entbehrlich macht, je 36 Cent bis zum 11. Kilometer und 40 Cent für jeden weiteren Kilometer: und zwar nicht nur für Autofahrer und die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel, sondern auf den meist kurzen Strecken auch für Fußgänger und Fahrradfahrer, die nun nicht mehr begünstigt würden.

Grüne wollen Fernpendler nicht besser stellen

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, und ihr Stellvertreter Reinhard Loske erklärten: "Eine besondere Begünstigung von Fernpendlern muss vermieden werden. Deshalb lehnen wir die vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagene Besserstellung für Arbeitnehmer ab, die weiter als 20 Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte pendeln." Kürzungen müssten gleichmäßig für alle Verkehrsmittel und Pendler gelten. "Denkbar ist auch die komplette Streichung der Entfernungspauschale bei gleichzeitiger deutlicher Anhebung der Werbungskostenpauschale." Diese deckt für Arbeitnehmer berufsbedingte Aufwendungen von der Arbeitskleidung bis zur Fachliteratur bis zu 1044 Euro ohne Nachweise ab.

Steuerzahler und ADAC warnen vor rechtlichen Konsequenzen

Der Bund der Steuerzahler hat jetzt Beispiele errechnet: Danach bedeutet die Streichung der Entfernungspauschale für die ersten 20 Kilometer für einen ledigen Steuerzahler mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von etwa 30.000 Euro eine Mehrbelastung von 585 Euro; dem stehen allerdings Entlastungen durch die geplanten Steuersenkungen gegenüber. Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, warnte vor einem Verfassungsbruch: Die Begünstigung müsse vom ersten Kilometer an erfolgen, weil viele Pendler in ländlichen Räumen mangels öffentlicher Angebote keine Alternative zum Auto hätten. Der ADAC kündigte erneut rechtliche Prüfungen an.

Einen ganz anderen Weg schlägt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor: Auf die Steuerpauschale solle verzichtet und eine einkommensunabhängige Zulage von 7 bis 10 Cent je Kilometer ausgezahlt werden. Mittelfristig solle das Pendeln aber nicht mehr subventioniert werden.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(