Finanzen MLP sieht sich auf dem richtigen Weg


Nach turbulenten Monaten ist die MLP AG offenbar aus dem Gröbsten raus: Das dritte Quartal sei das beste des laufenden Geschäftsjahres gewesen, teilte das Heidelberger Unternehmen mit.

Für den Heidelberger Finanzdienstleister MLP läuft es nach turbulenten Monaten wieder besser: Das dritte Quartal sei das beste des laufenden Geschäftsjahres gewesen, teilte die MLP AG am Dienstag mit. Der Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 84 Prozent auf 14,1 Millionen Euro. Für das vierte Quartal werde ein traditionell starkes Jahresendgeschäft erwartet. Der operative Verlauf des dritten Quartals und die Produktivitätssteigerungen bestätigten das Ziel, in diesem Jahr einen Vorsteuergewinn von 65 Millione Euro zu erreichen, erklärte der Finanzkonzern. Finanzchef Schroeder-Wildberg sagte: "Das Unternehmen ist trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds zurück auf einem eindeutigen Wachstumspfad."

Ermittlungen dauern an

Der einstige Börsenliebling MLP war im Sommer aus dem DAX in den MDAX abgestiegen. Im Oktober kündigte Vorstandschef Bernhard Termühlen seinen überraschenden Rücktritt zum Jahresende an. Weiterhin ermittelt die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen MLP wegen des Verdachts auf Insiderhandel und Bilanzmanipulation. Die Börse reagierte am Vormittag positiv auf die Zahlen; die Aktie stieg zeitweise um knapp 6,5 Prozent auf 15,92 Euro.

Auch Gesamterlöse legten zu

Die Gesamterlöse ohne Einmaleffekte legten im dritten Quartal um 24 Prozent auf 261,4 Millionen Euro zu. In den ersten neun Monaten stiegen sie von 671,2 auf 740,9 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn lag per Ende September mit 34,3 Millionen Euro kräftig unter dem Vorjahreswert (60,8 Mio Euro). Der Rückgang sei im wesentlichen durch ein deutlich reduziertes Rückversicherungsergebnis von 27,2 Millionen Euro begründet.

Zahl der Berater deutlich reduziert

Die Zahl der Kunden von MLP stieg im dritten Quartal um 13.000 auf nun 544.000. Dies entspreche einem Plus von zehn Prozent. MLP hat die Zahl seiner Berater und Geschäftsstellen deutlich reduziert. Dadurch sei die Produktivität gesteigert worden - der Umsatz pro Berater lag im dritten Quartal mit 30 303 Euro um zehn Prozent höher.

DPA

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