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Fondskauf: So geht die Bank leer aus

Beim Kauf von Fonds werden meist hohe Gebühren fällig. Clevere Anleger ordern allerdings zum Billigtarif an der Börse.

Mit diesem Satz können Anleger ihren Bankberater ärgern und selbst viel Geld sparen: "Bitte kaufen Sie den von mir gewünschten Fonds bei einer Fondsbörse."

Pech für den Berater - nun kann er keinen Ausgabeaufschlag kassieren.

Die Rechnung sieht so aus: Wer beispielsweise 10 000 Euro in den DWS Vermögensbildungsfonds I anlegt, investiert in den Fonds tatsächlich nur 9524 Euro. Fünf Prozent davon (476 Euro) sind die Provision für den Berater. Legt der Fonds in fünf Jahren nun um jährlich fünf Prozent zu, stehen 12 155 Euro zu Buche. Der Gewinn: 2155 Euro. Ganz anders sieht die Rechnung aus, wenn bei einer Fondsbörse geordert wird: Das Aufgeld entfällt. Der Bankberater nimmt dann Kontakt mit einer der Regionalbörsen Hamburg, Berlin oder Düsseldorf auf.

Dort werden rund 1500 Fonds genau wie Aktien gehandelt. Zum Beispiel der Vermögensbildungsfonds I. Für den gesamten Kaufvorgang muss der Anleger jetzt nur 0,98 Prozent Gebühren zahlen.

Tatsächlich angelegt werden in diesem Fall 9902 Euro. Nach fünf Jahren (bei fünf Prozent Rendite pro Jahr) sind die Fondsanteile also 12 638 Euro wert. Der Gewinn für den Fondssparer: 2638 Euro - 483 Euro mehr als ohne den Kniff.

Joachim Reuter / print
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